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SchülerVZ schließt seine Pforten Ende April 2013.

VZ-Netzwerke

SchülerVZ wird eingestellt

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Die Zugriffszahlen der VZ-Netzwerke sind im Sinkflug, jetzt zieht der Eigentümer die Konsequenzen: Die Plattform SchülerVZ wird Ende April geschlossen.

Seit geraumer Zeit sinken die Zugriffszahlen der VZ-Netzwerke, jetzt zieht der Besitzer, die US-Investmentgesellschaft Vert Capital, die Konsequenzen: die Plattform SchülerVZ wird Ende April eingestellt. "Wir machen’s kurz: Es ist vorbei", teilen die Macher von SchülerVZ den Mitgliedern auf der Website mit. "schülerVZ wird am 30. April 2013 geschlossen. Für immer."

SchülerVZ ist eine Plattform für Nutzer ab zehn Jahren, Erwachsene sind von der Nutzung ausgeschlossen. Nur auf Einladung eines Mitglieds ist es möglich, selbst Mitglied zu werden. Rund 200.000 Nutzer sollen laut Spiegel Online von der Schließung betroffen sein. Die Inhalte und Daten der Nutzung sollen mit dem Ende von SchülerVZ vollständig gelöscht werden. Die Schwesterportale StudiVZ und meinVZ werden dagegen weiter zur Verfügung stehen, erfahren die Nutzer auf der SchülerVZ-Seite. An die Stelle des Schülernetzwerks tritt "VZ Fotobuch", eine Fotoplattform, dessen Optik stark an Pinterest erinnert.

Nutzerzahlen im Sinkflug

Im Herbst 2012, als Vert Capital die VZ-Netzwerke übernommen hatte, hieß es noch, dass man die Netzwerke weiter betreiben und ihre Funktionen erweitern wolle. Doch offenbar hat man mittlerweile umgedacht. Kein Wunder: Kamen die drei Netzwerke StudiVZ, SchülerVZ und meinVZ im Dezember 2010 noch auf insgesamt 347,3 Millionen Visits im Monat, waren es im Dezember 2012 nur noch magere 23,2 Millionen Visits. Seit Januar 2013 sind die VZ-Netzwerke nicht mehr bei der IVW gelistet.

StudiVZ, das älteste der VZ-Netzwerke wurde im Herbst 2005 von Ehssan Dariani gegründet. 2007 wurde die Plattform von der Holtzbrinck-Gruppe übernommen, damals war StudiVZ noch eine Erfolgsgeschichte, an der auch das aufstrebende soziale Netzwerk Facebook interessiert war. Während Facebook ein internationaler Erfolg wurde, begann langsam aber stetig der Sinkflug der VZ-Netzwerke, die zwischenzeitlich um SchülerVZ und meinVZ angewachsen waren. Im Herbst 2012 zog Holtzbrinck die Notbremse und verkaufte die VZ-Netzwerke an die US-Investmentgesellschaft Vert Capital.

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