Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Blick auf die Börse
+
Blick auf die Börse

Börse heute

Schnupfen oder schon Krise?

  • VonMichael Braun
    schließen

Die Bundeskanzlerin will nicht mehr beim Bankentag sprechen - die Spekulationen über das warum schießen ins Kraut. Es scheint wieder ein komplizierter Börsentag zu werden zwischen Hoffen und Bangen ob die Banken stabil genug sind.

Der Einzelhandelsverband wird heute für Deutschland hoffentlich Konjunkturoptimismus belegen und auf seiner Frühjahrspressekonferenz die Zuversicht für die Konsumkonjunktur verbreiten, die sich die Wirtschaft wünscht. Die Arbeitsmarktdaten aus Nürnberg dürften solche Nachrichten verstärken. Die Zahl der Erwerbstätigen steigt, die der Arbeitslosen sollte weiter sinken. Das passt.

Nicht umsonst hatte die Börse ja gestern deutlich höher geschlossen bei wieder mehr als 7.000 Punkten beim Deutschen Aktienindex. Die amerikanischen Börsen zogen nach und legten zugleich für den heutigen Tag Optimismus vor: Dow Jones und Nasdaq Composite schlossen bis zu 0,7 Prozent höher, dies auch wegen der Hoffnung, der amerikanische Arbeitsmarkt erhole sich langsam, aber stetig. Darauf hatten Daten eines auf Gehaltsabrechnungen spezialisierten Unternehmens hingedeutet. Sie zeigten im März einen deutlichen Stellenaufbau in der amerikanischen Privatwirtschaft.

Doch es gibt auch Anlass zu bangen. Sie macht sich fest an einer kleinen Meldung, wonach die deutsche Bundeskanzlerin ihren Auftritt auf dem Bankentag abgesagt habe. Unvorhersehbare Terminschwierigkeiten hat das Presseamt als Grund angegeben. Nun wird gerätselt, welche das sein könnten. Nur ein Arzttermin wegen Schnupfens ? Oder ein Termin wegen der Spätfolgen der Finanzkrise?

Die Spekulationen gehen dahin, die Absage mit den Ergebnissen neuer Stresstest für vier irische Banken in Zusammenhang zu bringen. Die sollen heute veröffentlicht werden. Die Aktie eines der größten Institute des Landes, die der „Irish Life and Permanent“, wurde gestern vom Handel an der Londoner und irischen Börse ausgesetzt. Anlass waren zuvor massive Kursverluste nach Gerüchten, der irische Staat müsse das Haus zum Teil übernehmen und damit vor der Insolvenz retten.

Andere Überlegungen meinen, der europäische Rettungsschirm bedürfe höchster Aufmerksamkeit, weil Portugal sich ihm nun endlich unterstelle. Der Euro muckt aber nicht, lässt jedenfalls an Stabilität nichts zu wünschen übrig. Er steigt auf 1,41 60 Dollar.

Aareal Bank zahlt Staatshilfe zurück

Zur Diskussion um die Stabilität des Bankensystems hat ein eher kleines deutsches Institut einen eher beruhigenden Beitrag geleistet: Die Aareal Bank, ein in der Finanzkrise staatlich gestützter deutscher Immobilienfinanzierer, hat einen Teil der Staatshilfen schon zurückgezahlt und hat heute weitere frische Ergebnisse vorgelegt. Eine Eigenkapitalrendite von zwölf Prozent vor Steuern sei erreichbar, das Jahr 2011 habe sich gut angelassen. Krise hört sich anders an. Allerdings hieß es auch, die Bank könne zusätzliche Risikovorsorge für unerwartete Verluste aus Kreditgeschäften nicht ausschließen.

Alles in allem wird in Frankfurt mit gut behaupteten Kursen gerechnet, nachdem auch die Tokioter Börse freundlich geendet hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare