Gesundheit

Schnelle Hilfe nach Schlaganfall

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Minister Spahn will die Stroke Units in Krankentransporten erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will durch ein Gerichtsurteil gefährdete Schlaganfall-Stationen an Kliniken erhalten – und dafür die Abrechnungsregeln ändern. „Beim Schlaganfall zählt jede Minute. Deshalb müssen die Stroke Units in Deutschland erhalten bleiben – gerade im ländlichen Raum“, sagte Spahn.

Konkret sollen die Vorgaben für den Krankentransport zu Jahresbeginn 2019 geändert werden, um ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) auszuhebeln. Die Richter hatten entschieden, dass die Sonderzulagen für die kostenintensiven Spezialeinheiten nur gewährt werden können, wenn zwischen der Diagnose eines Schlaganfalls bis zum Behandlungsbeginn in der Klinik nicht mehr als 30 Minuten liegen. Die Deutsche Schlaganfall Hilfe hatte ausgerechnet, dass hierzulande daher 270 Schlaganfall-Stationen vor dem Aus stehen könnten.

Nach Spahns Plänen soll es künftig ausreichen, wenn der Transport mit dem Krankenwagen zur Spezial-Station nicht mehr als eine halbe Stunde dauert. Diese Regelung soll auch rückwirkend für die Behandlungsfälle der zurückliegenden vier Jahre gelten.

Stroke Units sind Schlaganfallspezialstationen unter neurologischer Leitung. Sie gewährleisten eine unverzügliche Akutdiagnostik des Schlaganfalls, um die Patienten möglichst früh und gezielt zu behandeln. Ziel ist es, die Blutgerinnsel innerhalb der ersten drei Stunden aufzulösen, um damit drohende langfristige Schäden zu minimieren.

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