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Konjunktur

Schnelle Erholung

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessens Wirtschaft ist stark aus der Krise gekommen. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner liegt das Land vor Baden-Württemberg, Bayern und auf einem der Spitzenplätze in Europa. Auch der Ausstieg aus der Atomenergie täte dem keinen Abbruch.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 225 Milliarden Euro in Hessen erwirtschaftet worden, berichtete das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden. Das Wachstum habe 2010 bei 3,6 Prozent gelegen, genau so hoch wie bundesweit. Damit stehe man besser da als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise, sagte Behördenpräsident Eckart Hohmann. „Die Erholung ist doch relativ schnell gegangen und war sehr dynamisch.“

Jeder Erwerbstätige habe im Jahr 2010 durchschnittlich 71800 Euro zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beigetragen, erläuterte Hohmann. Pro Einwohner betrage das BIP 37100 Euro. Damit liege Hessen nicht nur „deutlich vor Baden-Württemberg und Bayern“, sondern sei auch Spitze in Europa. Nur Luxemburg und Dänemark könnten bessere Werte aufweisen.

Die Beschäftigung stieg in Hessen geringer als im Rest der Republik. Während hier 10000 Menschen (0,3 Prozent) mehr in Lohn und Brot waren als ein Jahr zuvor, lag der Zuwachs bundesweit bei 0,5 Prozent. Damit wuchs aber im fünften Jahr in Folge die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen.

Aus für Biblis bremst nicht

Ein Aus für die Atomreaktoren in Biblis hätte nach Aussage von Statistik-Präsident Hohmann keine gravierenden Auswirkungen auf die hessische Wirtschaftslage. Selbst in Jahren, in denen beide Meiler in Biblis durchgehend gelaufen seien, hätten sie lediglich 0,1 Prozent der hessischen Wirtschaftskraft ausgemacht.

Folgen zeitige hingegen die Krise in Japan. Dabei gehe es weniger um das Volumen des Handels Hessens mit dem ostasiatischen Land, der zwei Prozent des Außenhandels ausmache, als um die Verfügbarkeit bestimmter Komponenten, die aus Japan kämen. So seien solche Schwierigkeiten in der Auto- und der Computerbranche zu beobachten, schilderte Hohmann.

Relativ stabil geblieben sind 2010 die Verbraucherpreise in Hessen. Der Anstieg lag lediglich bei 0,8 Prozent. Hohmann räumte ein: „Die Leute haben das Gefühl, dass die Preise gigantisch steigen, wenn sie an die Tankstelle fahren.“ Tatsächlich seien bei Benzin (plus 11,6 Prozent) und Heizöl (plus 22,4 Prozent) auch starke Preissteigerungen registriert worden. Dagegen seien in anderen Bereichen die Tarife gesunken. So hätten die Hessen für Unterhaltungselektronik 5,1 Prozent weniger ausgeben müssen – selbst wenn der Umstieg auf fortgeschrittene Technik eingerechnet werde. Auch Möbel oder Bekleidung seien billiger geworden.

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