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Das Samsung Galaxy Fold Tablet-Smartphone hat ein klappbares Display. 

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Falt-Handy verspätet sich

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Der Elektronikriese Samsung kämpft mit Problemen bei seinem Prestige-Projekt Fold. 

Schwere Blamage für den Weltmarktführer: Der Elektronikkonzern Samsung hat den Verkaufsstart des weltweit ersten Falt-Handys wegen technischer Probleme mit dem Bildschirm auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Galaxy Fold sollte eigentlich schon Ende dieser Woche in den USA verkauft werden, in Europa war das Debüt für den 3. Mai geplant. Von dem Rückschlag könnten auch aufstrebende chinesische Rivalen profitieren.

Um welche Mängel es sich genau handelt, ist nicht klar. Tests hätten gezeigt, dass Verbesserungen nötig seien, teilte Samsung lediglich mit. Schon bei Erprobungen durch Journalisten war einiges schiefgegangen. So wurde in mehreren Fällen eine Folie abgezogen – im Glauben, es handele sich um den bei neuen Geräten üblichen Schutz vor Kratzern. Tatsächlich jedoch gehört die Kunststoffschicht zum Display. Ohne sie ist die Funktion des Bildschirms eingeschränkt.

Samsung erklärte, man werde nun die Bedienungsanleitungen für Nutzung und Pflege des Galaxy Fold inklusive der Plastikfolie verbessern. Der südkoreanische Konzern teilte außerdem mit, dass andere Probleme mit dem Display auf Mängel am oberen und unteren Ende des Gelenks hindeuteten. Zudem spielten bei den Fehlfunktionen „Substanzen“ eine Rolle, die man „im Inneren“ des Smartphones gefunden habe.

Das Galaxy Fold war im Februar nach rund neun Jahren Entwicklungszeit vorgestellt worden. Es sollte in Europa 2000 Euro kosten. Im zusammengeklappten Zustand bietet es auf der Außenseite ein Display mit einer Diagonalen von 11,7 Zentimetern. Wird es aufgeklappt, kann der Nutzer Fotos und Filme auf der Innenseite mit einer Bildschirmdiagonalen von 18,5 Zentimeter betrachten. Das entspricht den Dimensionen eines kleineren Tablet-Rechners.

Branchenkenner vermuten, dass Samsung-Manager die Technologieführerschaft ihres Konzerns beweisen wollten und sich deshalb zu einem übereilten Marktstart entschlossen hätten. Die Konkurrenz sitzt ihnen jedenfalls im Nacken. Auch die chinesischen Hersteller Xiaomi und Huawei haben Smartphones mit flexiblen Displays entwickelt. Huawei hat angekündigt, „im Sommer“ das Falt-Handy Mate X für 2300 Euro in die Läden zu bringen. Dort ist aber eine einfachere Lösung geplant: Der Kleinbildschirm auf der Außenseite wird beim Auseinanderklappen verdoppelt. Auch die Chinesen können dies nur mit einer speziellen Plastikfolie realisieren. Biegbares Glas ist noch nicht serienreif.

Wie groß der unmittelbare wirtschaftliche Schaden für Samsung nun sein wird, ist noch nicht abschätzbar. Das Unternehmen hat zunächst mit einem weltweiten Absatz von einer Million Geräten pro Jahr kalkuliert. Wahrscheinlich wurden bereits mehrere Hunderttausend Exemplare gefertigt, die jetzt womöglich verschrottet werden müssen.

Den Technikern und Managern von Samsung bleiben nun einige Wochen, um die Mängel zu beheben und Huawei noch zuvorzukommen. Ein neuer Termin für den Marktstart wurde aber nicht genannt. In jedem Fall ist der Reputationsschaden für die Südkoreaner enorm. Es ist die zweite große Pleite für den Konzern, nachdem 2016 das Nobelhandy Note 7 vom Markt genommen werden musste, weil mehrere Apparate wegen eines falsch dimensionierten Akkus Feuer gefangen hatten. Von Erfolg und Misserfolg in der Premiumkategorie hängt auch die Beliebtheit der Geräte in den mittleren und unteren Preislagen ab, wo ein heftiger Konkurrenzkampf tobt.

Samsung ist zwar noch immer der Marktführer, büßt aber an Vorsprung ein. Im vierten Quartal 2018 verkaufte er knapp 70,8 Millionen Mobiltelefone, gut 3,2 Millionen weniger als ein Jahr zuvor. Noch härter erwischte es Apple, wo der iPhone-Verkauf um 8,6 Millionen auf 64,5 Millionen Stück schrumpfte. Doch auch das ist eine schlechte Nachricht für Samsung: Der Konzern liefert Apple nämlich die Displays. Mächtig aufgeholt hat hingegen Huawei mit einem Absatzplus von knapp 38 Prozent auf insgesamt knapp 203 Millionen Geräte.

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