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Politische Krise in Venezuela

Venezuela-Krise

Russland stellt sich hinter Präsident Maduro

In der Venezuela-Krise stellt sich Russland hinter Präsident Maduro. Ein Putin-Sprecher gibt bekannt: „Maduro ist das legitime Staatsoberhaupt“.

Russland hat sich in der Venezuela-Krise klar hinter den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro gestellt. Moskau sehe die „versuchte Machtergreifung“ der Opposition in Venezuela als „Verstoß gegen das internationale Recht“ an, sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin am Donnerstag in Moskau. „Maduro ist das legitime Staatsoberhaupt“, fügte Dmitri Peskow hinzu. 

Das russische Außenministerium kritisierte westliche Länder in einer Erklärung wegen ihrer Unterstützung für Maduros Rivalen Juan Guaidó: Dies führe „direkt zu Gesetzlosigkeit und Blutvergießen“ in Venezuela. Nur die Venezolaner hätten das Recht, über ihre Zukunft zu entscheiden. „Schädliche Einmischung von außen“ sei „inakzeptabel“. 

Guaidó erklärt sich zum Interimspräsident

In Venezuela hatte sich der oppositionelle Parlamentspräsident Guaidó am Mittwoch bei Massenprotesten gegen Maduro zum Interimspräsidenten erklärt. Er erhielt umgehend die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump und einer Reihe lateinamerikanischer Staaten. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini forderte einen „sofortigen politischen Prozess, der zu freien und glaubwürdigen Wahlen in Übereinstimmung mit der Verfassung“ führt. Am Montag war ein Aufstandsversuch von 27 Soldaten gegen Maduro gescheitert. Die Situation in dem Land hatte sich seitdem verschärft. Bei Protesten und Unruhen kamen am Dienstag und Mittwoch nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Beobachtungsstelle für soziale Konflikte (OVCS) mindestens 13 Menschen ums Leben. afp

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