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Börse heute

Rote Vorzeichen

  • Stefan Wolff
    VonStefan Wolff
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Die gute Börsenstimmung der Vorwoche hat nicht gehalten. Es sind vor allen Dingen Konjunktursorgen, die die Kurse auf Talfahrt geschickt haben. Auch zum Wochenschluss sieht es eher trübe aus.

Asiens Aktienmärkte verzeichnen die bislang größten Wochenverluste des Jahres. Die Agricultural Bank of China hat überraschend einen Gewinneinbruch eingestanden, was nicht nur die Aktien von Chinas drittgrößtem Bankhaus in Mitleidenschaft gezogen hat. Statistiken weisen aus, dass in der laufenden Bilanzsaison jedes zweite asiatische Unternehmen die Analystenschätzungen verpasst hat. Das gilt als sicheres Zeichen dafür, dass sich zumindest das Wachstum in der Region abschwächt.

Bei deutschen Firmen brummen dagegen die Geschäfte. Die Beratungsfirma Ernst & Young hat ausgerechnet, dass allein die 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) geführten Unternehmen über 100 Milliarden Euro an Gewinnen eingefahren haben. Diese Rekordmarke sei erstmals geknackt worden, heißt es.

An der Wall Street hatten trübe Konjunkturaussichten den Handel belastet. Auch hier ging der bange Blick nach Fernost. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war überraschend zurück gegangen. Abgesehen von den aktuellen Verkaufsstatistiken von US-Eigenheimen stehen keine relevanten Daten zur Veröffentlichung an.

Mit Spannung blicken die Aktienhändler heute auf das Treffen des Kuratoriums der RAG-Stiftung. Die Mehrheitseigner  Evonik könnten heute grünes Licht für einen  Börsengang des Mischkonzerns geben. Das lange erwartete Debüt würde mehrere Milliarden Euro erlösen. Mit den Einnahmen sollen zu einem großen Teil die Folgekosten des Steinkohlebergbaus beglichen werden, was sowohl Pensionsverpflichtungen als auch Infrastrukturmaßnahmen beinhaltet. Evonik hatte vor kurzem eine Rekordbilanz vorgelegt und weiteres Wachstum angekündigt.

Angesicht eines ansonsten eher leeren Terminkalenders werden sich die Anleger vor allem wieder mit der Schuldenkrise beschäftigen. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, geht davon aus, dass das Schlimmste hinter den Europäern liegt. Gleichzeitig sprach sich Draghi gegen Eurobonds und eine Transferunion aus. Damit schwenkt der EZB-Chef ein Stück weit auf die Linie der Bundesbank ein. Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich erst kürzlich für eine Rückkehr zu alten Sicherheitskriterien ausgesprochen.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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