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Rosneft-Deal macht BP interne Probleme

Kurz vor der ersten Bilanz-Pressekonferenz des neuen Konzernchefs Bob Dudley an diesem Dienstag hängt beim britischen ...

London. Kurz vor der ersten Bilanz-Pressekonferenz des neuen Konzernchefs Bob Dudley an diesem Dienstag hängt beim britischen Energieriesen BP der Haussegen schief.

Wegen eines vor wenigen Wochen besiegelten Aktientauschs mit dem russischen Staatskonzern Rosneft rebellieren die Aktionäre eines anderen russischen Joint-Ventures, TNK-BP. Sie wollen die BP-Dividende für das vierte Quartal blockieren und haben Klage gegen den Rosneft-Deal angekündigt, berichtete die «Financial Times» am Montag.

Die russischen TNK-BP-Aktionäre - die Milliardäre Michail Fridman, Viktor Wechselberg, German Chan und Len Blavatnik - fühlen sich durch den BP-Deal mit Rosneft übergangen. Sie sehen die Aktionärsvereinbarung verletzt. Darin ist festgelegt, dass beide Seiten neue Öl- und Gasprojekte in Russland dem Verwaltungsrat vorlegen müssen.

Die Dividende aus dem TNK-BP-Gemeinschaftsunternehmen ist beim durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko angeschlagenen BP-Konzern fest eingeplant. Allein für das vierte Quartal 2010 wollte TNK-BP rund 1,8 Milliarden US-Dollar (1,32 Mrd Euro) ausschütten, die Hälfte geht an BP. Das Gemeinschaftsunternehmen steht für rund ein Viertel der Jahresproduktion von BP.

Die angedrohte Streichung der Dividende begründen die russischen BP-Partner damit, dass sie nun selbst ihr Unternehmen auf internationale Expansion schicken wollen. Dafür müsse das Geld gespart werden. Bereits 2008 hatte es einen erbitterten Streit über die Vormachtstellung bei TNK-BP gegeben. Dieser gipfelte darin, dass ausgerechnet der damalige Vorstandschef Dudley, heute BP-Chef, aus Russland ausgewiesen wurde.

Der geplante Milliardendeal zwischen BP und dem Staatskonzern Rosneft sieht gemeinsame Förderprojekte im Öl- und Gasgeschäft vor. Rosneft soll künftig fünf Prozent der BP-Aktien halten. BP erhält im Gegenzug 9,5 Prozent der Rosneft-Anteile und steigert seinen Anteil damit auf insgesamt 10,8 Prozent. (dpa)

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