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Roboter im Dienste der Energiewende

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Von: Tobias Schwab

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Sandro Neumann
Sandro Neumann © GN Schweißtechnik

Die Frankfurter Rundschau präsentiert die Nominierten des Hessischen Gründerpreises 2022 mit Kurzinterviews: GN Schweißtechnik ist Finalist in der Kategorie Zukunftsfähige Nachfolge.

Wer braucht Sie?
Alle Unternehmen, die Löcher in den Boden bohren.

Warum haben Sie das Unternehmen GN Schweißtechnik von Ihrem Vater übernommen?
Ich wollte einen möglichst großen Impact hinterlassen. Als Unternehmer hat man den größten Hebel, um sowohl in seinem engen als auch im weiteren Umfeld maximal viel bewirken zu können.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Finanziell hat mich finanziell niemand unterstützt. Zeitlich hat meine Lebensgefährtin in mich „investiert“.

Was war die größte Hürde?
Der Generationswechsel – mein Paps wollte das Unternehmen so weiterführen, wie er es in den vergangenen fünfzehn Jahre getan hat - und ich wollte es vollständig umbauen. Was ich dann auch gemacht habe.

Wo brennt es im Betrieb?
Am aktuellen Standort in Eiterfeld: Wir platzen aus allen Nähten und hoffen, noch in diesem Jahr an unseren neuen Produktionsstandort zuziehen, der sich noch im Bau befindet.

Was ist der große Traum?
Ein Unternehmen mit einem gesellschaftlich hohen Mehrwert zu führen, in dem sich auch die Beschäftigten wohlfühlen.

Ihr Unternehmen hat einen Roboter entwickelt und auf den Markt gebracht. Wofür braucht es den?
Er wird benötigt, um Verteilersysteme vollautomatisiert zu schweißen. Anwendungen für solche Verteiler sind Erdwärme, Eisspeicher, Abwasser- und Entsalzungsanlagen und vieles mehr. Wir sind damit die ersten, die es geschafft haben, die bisher fast vollständig manuelle auf eine vollautomatisierte Fertigung auf industriellem Niveau umzustellen. Dadurch können wir die Energiewende in einer bisher unerreichbaren Geschwindigkeit voranbringen. Mit dem Roboter können wir mehr als 45 000 Verteiler pro Jahr fertigen.

Das sagt die Jury:
„Sandro Neumann sprach mit emotionaler Begeisterung von seinem Unternehmen und wie sein Vater es aufgebaut hat. Die Dankbarkeit für das bereits Geschaffene ging über in seine Vision davon, wo die unternehmerische Reise hingehen soll. Dabei sprühte der Gründer regelrecht vor Energie und Tatendrang. Durch seinen bisherigen Erfahrung - von der Windenergie bis zur Geothermie ging - kann er viel Wissen vereinen und damit die Zukunft seines Unternehmens prägen. Sandro Neumann wirkt authentisch und glaubhaft und wird in der Lage, seine Firma zielgerichtet nach vorne zu bringen. Daher ist er ein würdiger Finalist in der Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“.

Partnerschaft: Die FR unterstützt den Hessischen Gründerpreis und hat alle Kandidat:innen fürs Finale am 4. November in Kassel vorgestellt: fr.de/gruenderpreis

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