Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Berlins Finanzminister Helmuth Markov hat knapp zwei Millionen Euro der Pensionsrücklage für die Beamten in zyprischen Staatsanleihen angelegt.
+
Berlins Finanzminister Helmuth Markov hat knapp zwei Millionen Euro der Pensionsrücklage für die Beamten in zyprischen Staatsanleihen angelegt.

Zypern-Krise

Riskante zyprische Staatsanleihe

  • Tim Szent-Ivanyi
    VonTim Szent-Ivanyi
    schließen

Brandenburger Beamten droht der Verlust von Rücklagen

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende wissen wir, dass die Beinahe-Pleite Zyperns auch hierzulande ganz konkrete Auswirkungen haben wird. Denn der brandenburgische Finanzminister Helmuth Markov (Linkspartei) räumte ein, dass er knapp zwei Millionen Euro der Pensionsrücklage für die Beamten in zyprischen Staatsanleihen angelegt hat. Jetzt droht ein Verlust. Die Opposition tobt, doch die Landesregierung verteidigte sich unter anderem mit dem Hinweis, Brandenburg mache nur das, was andere Bundesländer auch täten. Doch das stimmt so nicht.

Wie eine Umfrage der Berliner Zeitung ergab, gehen andere Bundesländer bei der sogenannten Versorgungsrücklage auf Nummer sicher. Zyprische Anleihen befinden sich bei den befragten Ländern nicht im Depot. Das gilt unter anderem für Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen-Anhalt und Hamburg. In einigen Ländern, so zum Beispiel in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, wäre der Kauf ausländischer Staatsanleihen ohnehin nicht möglich, schließlich schreiben die Anlagerichtlinien vor, dass nur Schuldpapiere des eigenen Landes erworben werden dürfen.

In den Finanzministerien hieß es, spätestens seit dem Ausbruch der Schuldenkrise in Griechenland seien die Bestände kritisch kontrolliert und gegebenenfalls bereinigt worden. So hatten beispielsweise Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen einst auch Staatsanleihen Griechenlands im Depot der Pensionsrücklage. Diese wurden den Angaben zufolge inzwischen vollständig abgebaut. Auch die hessische Versorgungsrücklage besitzt keine Anleihen krisengeschüttelter Euro-Staaten. Die 1,4 Milliarden Euro seien in Anleihen des Bundes und von Finnland, Österreich und den Niederlanden investiert, wie das Finanzministerium betonte. Zwar lasse die Anleiherichtlinie auch anderes zu, doch man lege das Geld konservativ an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare