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Eine Riesterrente kann sich für Berufseinsteiger:innen lohnen.
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Altersvorsorge

Reform der Riesterrente auf Eis: Das sind die Vor- und Nachteile für junge Menschen

  • Moritz Serif
    vonMoritz Serif
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Für Berufseinsteiger ist es wichtig, so früh wie möglich an die Rente zu denken. Neben der Geldanlage in Aktien und ETFs kommt die Riesterrente infrage.

  • Das Niveau der Rente wird über die Jahre hinweg immer geringer.
  • Hingegen gibt es bei der Riesterrente eine Beitragsgarantie.
  • Ein Nachteil ist jedoch, dass die Rente voll versteuert werden muss.

Berlin - „Denn eins ist sicher: Die Rente“, sagte der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Norbert Blüm einst. Doch ist das wirklich so? Bürger:innen bekommen beispielsweise in Österreich eine weitaus höhere Rente. Außerdem steht bald ein Urteil des Bundesfinanzhofes an. Dabei wird sich zeigen, ob die Rente verfassungswidrig doppelt besteuert wird. Dennoch können sich Senior:innen aktuell auf die gesetzliche Altersversorgung verlassen.

Doch das System hat bereits erste Risse. Voraussichtlich wird das Rentenniveau nämlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sinken. Aktuell liegt es noch bei 47,6 Prozent. Bis zum Jahr 2030 soll es nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung allerdings auf 44,3 Prozent sinken. Vor allem junge Menschen droht in Zukunft deshalb die Gefahr, weniger Geld zum Leben zur Verfügung haben. Gerade in Zeiten steigender Mieten und Inflation.

Was ist eine Riesterrente überhaupt?

Infrage kommt neben der gesetzlichen Altersvorsorge auch die Riesterrente. Doch was ist das überhaupt? Diese Alternative wird vom Staat durch Zulagen und durch Sonderausgabenabzug gefördert. Der Abzug erfolgt vom steuerpflichtigen Einkommen. Dadurch sinkt die Steuerlast. Außerdem profitieren Sparer:innen von einer jährlichen Grund- und Kinderzulage für jedes Kind, dass einen Anspruch auf Kindergeld hat.

  • Sparer müssen vier Prozent ihres Bruttojahreseinkommens in ihren Riester-Vertrag einzahlen.
  • Maximal dürfen es allerdings nicht mehr als 2.100 Euro im Jahr sein.
  • Geringverdiener müssen im Jahr mindestens 60 Euro einzahlen.
  • 30 Prozent der Ersparnisse kann man sich auf einen Schlag auszahlen lassen.

Riesterrente: Warum kann die private Altersvorsorge für junge Menschen sinnvoll sein?

Wenn Berufseinsteiger:innen vor ihrem 25. Lebensjahr eine Riesterrente abschließen, bekommen sie vom Staat eine Bonus-Zulage in Höhe von 200 Euro, wie Stiftung Warentest verrät. Das Geld bekommen sie unmittelbar auf ihr Zulagenkonto überwiesen und lässt sich mit der Grund- und Kinderzulage kombinieren. Da die gesetzliche Rentenversicherung eine stabile Altersvorsorge auf Dauer nicht garantieren kann, kann es für junge Menschen also sinnvoll sein, schon früh mit dem Sparen anzufangen.

Welche Vorteile bietet die Riesterrente jungen Menschen?

Nachfolgend listen wir Ihnen die Vorteile der Riesterrente auf, die natürlich auch für junge Menschen gelten.

  • Beitragsgarantie
  • Berufseinsteigerbonus
  • Hohe staatliche Förderung (zwischen 25 und 90 Prozent)
  • Freibetrag von mindestens 100 Euro
  • Lebenslage, stabile Rente

Riesterrente: Welche Nachteile gibt es?

Selbstverständlich hat eine Riesterrente auch Nachteile.

  • Begrenzte Vererbbarkeit
  • Hohe Lebenserwartung nötig, damit es sich lohnt
  • Kündigung ist teuer
  • Rente wird in voller Höhe versteuert
  • Teilweise hohe Abschlusskosten
  • Vertragsbedingungen sind häufig intransparent

Außerdem gibt es immer wieder Diskussionen darüber, ob die Riesterrente reformiert werden sollte. Laut „Merkur“ ist eine Änderung aber vorerst auf Eis gelegt worden. Lohnt es sich dann überhaupt noch für Berufseinsteiger:innen, die Altersvorsorge abzuschließen?

Reform der Riesterrente liegt auf Eis: Darum lohnt es sich für junge Menschen, sie abzuschließen

Hermann-Josef Tenhagen von Finanztip hat dazu eine deutliche Meinung. Für wen sich die Riesterrente bisher lohne, könne sie auch jetzt noch abschließen. „Ein Riester-Vertrag ist oft besser, als eine betriebliche Altersvorsorge“, sagt er. Vor allem die Förderung solle man mitnehmen. „Das sind schnell 1.500 Euro oder mehr, die auf jeden Fall in der Tasche bleiben“, erklärt Tenhagen. Selbstverständlich kommen aber auch andere Formen der Geldanlage wie ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, oder Aktien infrage. (Moritz Serif)

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