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Riester-Rente: Für wen sich die staatlich geförderte Rente jetzt noch lohnt

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Von: Moritz Serif

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Die Riester-Rente ist eine private Altersvorsorge. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie sich lohnen – doch es gibt einiges zu beachten.

Frankfurt - Ist die Riester-Rente noch sinnvoll? Grundsätzlich gilt: Der Staat fördert die Riester-Rente als private Altersvorsorge. Wer regelmäßig in den Topf einzahlt, bekommt Zulagen zu seinen Beiträgen und Steuervorteilen. Diese Summe können Sie sich auszahlen lassen.

Die Riester-Rente hat Nachteile.
Die Riester-Rente hat Nachteile. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/picture alliance

Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Für Familien mit mehreren Kindern und Geringverdiener:innen kann die Altersvorsorge eine Option sein. Wer nur den Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr zahlen kann, bekommt dennoch die staatlichen Zulagen in voller Höhe. Außerdem dürfen sich Einzahler:innen, die später auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, zusätzlich die private Altersvorsorge auszahlen lassen, berichtet Finanztip.

100 Euro der privaten Altersvorsorge bleiben demnach anrechnungsfrei. Eltern bekommen für ihre Kinder Zuschüsse.

Laut der Verbraucherzentrale ist es entscheidend, dass folgende Voraussetzungen vorliegen, damit sich die Riester-Rente lohnt:

Wann lohnt sich Riester nicht?

Aktuell gibt es in Europa eine Niedrigzinsphase. Das bedeutet, dass sich das eingezahlte und geförderte Geld bei neu abgeschlossenen Renten-Verträge kaum vermehrt. Für Gutverdiener lohnt sich Riester daher laut Finanztip derzeit nicht. Zu bedenken gilt außerdem, dass der Garantiezins bei nur 0,25 Prozent liegt.

Außerdem fressen hohe Kosten den Riester-Betrag auf. Sparer:innen müssen in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss mit überproportional hohen Kosten für Abschluss, Vertrag und Verwaltung rechnen, berichtet das Finanzportal Finanzen. Stiftung Warentest gibt zu bedenken, dass diese Form der privaten Altersvorsorge sehr bürokratisch und wenig transparent sei.

Riester-Rente: Was es zu bedenken gibt

Außerdem sei sie nicht sehr effizient: Ein Großteil der Sparbeiträge und Zulagen fließen nicht in die Riesterrente, sondern an die Anbieter:innen. Zudem würde ein erheblicher Anteil des angesparten Vermögens für die Rente ab 85 zurückgehalten. Manche Bevölkerungsgruppen, wie kleine Selbstständige, haben keinen Anspruch auf die Förderung. (mse)

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