Riester-Rente

Riester-Rente als private Altersvorsorge: Was ist das, wer braucht das?

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Welche Altersvorsorge ist die richtige? Was versteht man unter Riester-Rente? Und für wen kommt sie in Frage?

  • Reicht die gesetzliche Rente im Alter?
  • Es wird empfohlen, rechtzeitig Vorsorge zu treffen
  • Die Riester-Rente ist ein Modell zur Absicherung 

Die Bezeichnung „Riester-Rente“ geht auf Walter Riester zurück, der von 1998 bis 2002 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung war. Riester hatte in seiner Amtszeit die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge durch eine Altersvorsorgezulage vorgeschlagen. 

Riester-Rente: Staat unterstützt Sparer mit Zulagen und Steuervorteilen

Anlass für diesen Vorstoß war die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung in den Jahren 2000/2001. Bei dieser Umgestaltung war das Nettorentenniveau des Eckrentners, eines typischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der 45 Jahre lang Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt hat, von 70 % auf 67 % reduziert worden. Dies geschah, damit die Rentenversicherung auch noch für jüngere Generationen bezahlbar ist.

Es wird empfohlen, die durch die Absenkung entstehende Versorgungslücke mit einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge auszugleichen. Um Verbraucher zum Abschluss einer entsprechenden Vorsorge zu motivieren, unterstützt der Staat seit mehr als 15 Jahren Vorsorgesparer mit einer Riester-Rente auf zwei verschiedenen Wegen: Zulagen und Steuervorteile. Abhängig von der Zulagenhöhe und Ihrem Einkommen können Sie auch schon mit kleinen monatlichen Beiträgen Ihr finanzielles Polster für Ihren Ruhestand aufbauen.

Die Riester-Rente als private Altersvorsorge: Für wen kommt sie in Frage?

Im Prinzip eignet sich die Riester-Rente aufgrund der Zulagen für jede Person. Da Familien mit Kindern durch die Kinderzulagen zusätzlich unterstützt werden, lohnt sich diese Art der privaten Altersvorsorge vor allem für sie und auch für Alleinerziehende. Besserverdiener können sich über die Steuervorteile eine Förderung des Staates sichern. 

Geringverdiener profitieren davon, dass sie die Zulagen schon mit einem geringen Beitrag erhalten können. Wichtig ist eine gute Beratung: Die perfekte Riester-Rente gibt es nicht von der Stange. Eine individuelle Beratung zu der Rentenversicherung mit staatlicher Unterstützung ist daher wichtig.

Förderberechtigt sind grundsätzlich:

  • Arbeitnehmer, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende und Studierende mit einem rentenversicherungspflichtigen Minijob
  • Pflichtversicherte Selbstständige
  • Beamte, Soldaten, Richter
  • Bezieher von ALG I oder II oder Krankengeld
  • Erwerbsgeminderte, erwerbsunfähige und dienstunfähige Personen

Wie hoch ist der Beitrag zur Riester-Rente?

Die Höhe der Förderung ist abhängig von den eingezahlten Beiträgen. Zahlt der Versicherte weniger als vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen in den Vertrag ein, wird nicht der volle Zuschuss ausgezahlt. Auf jeden Fall aber müssen Versicherte mindestens 60 Euro im Jahr in den Riester-Vertrag einzahlen.

Ist die Riester-Rente sinnvoll?

Am Konzept der Riester-Rente wird von verschiedenen Seiten Kritik geübt. Dabei bemängeln Kritiker vor allem die hohen Gebühren, die manche Versicherungsgesellschaften verlangen. Auch wird oft angemerkt, die Riester-Rente lohne sich nicht für Geringverdiener und für Personen, die längere Zeiten beschäftigungslos waren, da alle Einkünfte aus der Riester-Rente nach der derzeitigen Rechtslage mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werden. Wer es nach 35 Beitragsjahren nicht über 700 Euro Rente schafft, für den sei die Riester-Rente ein Verlustgeschäft.

Fazit: Durch regelmäßiges Sparen kann man ein privates Vermögen für die private Altersvorsorge aufbauen. Diese private Vorsorge belohnt der Staat, indem er Sparbeiträge mit Zulagen und Steuervorteilen fördert.

Weitere Informationen zur Riester-Förderung gibt es auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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