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Ausblick auf die Börse.
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Ausblick auf die Börse.

Börse heute

Rezessionsängste belasten

  • Stefan Wolff
    VonStefan Wolff
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Nach einem verkorksten Wochenauftakt stehen die Zeichen weiter auf Ausverkauf. Beim Deutschen Aktienindex wackelt die 5.900-Punkte-Marke.

An der Wall Street rettete die Schlussglocke den Dow Jones knapp oberhalb von 10.000 Punkten. Sehr viel stärker fielen die Verluste bei anderen Indizes aus. Dabei erzielten warme Worte des US-Präsidenten keinerlei Wirkung. Barack Obama stellte Unternehmen niedrigere Steuern in Aussicht.

Auch Asiens Börsen befanden sich am Morgen auf Talfahrt. An der Tokioter Börse halfen nicht einmal überraschend gestiegene Produktionsdaten der japanischen Industrie. Der Nikkei-Index büßte drei Prozent ein.

An der Frankfurter Börse dürfte die Politik einen nicht gerade kleinen Anteil am Handelsgeschehen haben. Zeitungsberichten zufolge stellt die Bundesregierung die Luftverkehrsabgabe auf den Prüfstand. Aktien der Lufthansa, von Air Berlin und Fraport könnten davon profitieren.

Ansonsten steht der Handel ganz im Zeichen der Konjunktur. Von den deutschen Arbeitsmarktdaten erhoffen sich Beobachter eine Fortsetzung des Sommermärchens. Die etwas später veröffentlichten EU-Daten sollten schon nicht mehr ganz so rosig aussehen. Aus den USA bieten der Case-Shiller-Index (Häuserpreise) und die Stimmung der Chicagoer Einkaufsmanager Zündstoff. Letzterer gilt als Vorbote des für morgen anstehenden ISM-Index, der die Lage im verarbeitenden Gewerbe skizziert. Händler rechnen mit einem deutlichen Rückgang und damit weiteren Indizien für einen „Double Dip“, also eine Rezession als Folge einer gerade überstandenen Rezession. Das ebenfalls heute veröffentlichte Verbrauchervertrauen scheint in diesem Umfeld der einzige Fels in der Brandung zu sein, wobei negative Überraschungen natürlich nicht ausgeschlossen sind.

Bilanzdaten spielen in diesem Umfeld definitiv die zweite Geige. Der in Deutschland an der Börse geführte chinesische Hersteller von Armaturen, Joyou hat deutlich steigende Umsätze für das abgelaufene Quartal gemeldet. Wegen der hohen Investitionen sank aber der Gewinn, so dass man gespannt sein darf, ob die Zahlen den Anlegern einen kalten oder warmen Schauer über den Rücken jagen. Seit dem Börsengang haben die Aktien 20 Prozent verloren.

Die großen Rezessionsängste bleiben am Devisenmarkt fast unbeachtet. Zumindest verharrt der Euro auch weiter unter 1,26 US-Dollar.

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