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In Griechenland wurde ein Deutscher wegen Spionage festgenommen.
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In Griechenland wurde ein Deutscher wegen Spionage festgenommen.

Staatsschulden

Rettungsplan für Griechenland

  • VonGerd Höhler
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Griechenland soll in einem ersten Schritt mit zinsgünstigen Krediten des Euro-Rettungsfonds eigene Staatsanleihen zurückkaufen, die jetzt bei der EZB liegen. Auch die beiden nächsten Schritte sind angeblich schon geplant.

Griechenland soll in einem ersten Schritt mit zinsgünstigen Krediten des Euro-Rettungsfonds eigene Staatsanleihen zurückkaufen, die jetzt bei der EZB liegen. Auch die beiden nächsten Schritte sind angeblich schon geplant.

Die Pläne zu einer Reduzierung der erdrückenden griechischen Staatsschulden scheinen sich zu konkretisieren. In die Überlegungen sind neben der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auch Finanzminister mehrerer Euroländer eng eingebunden. Das berichtet die griechische Sonntagszeitung To Vima unter Berufung auf einen hochrangigen Banker, der mit dem Stand der Überlegungen vertraut sei.

Danach soll Griechenland in einem ersten Schritt mit zinsgünstigen Krediten des Euro-Rettungsfonds (ESFS) eigene Staatsanleihen zurückkaufen, die jetzt bei der EZB liegen. Diese hatte in den vergangenen Monaten griechische Bonds im Nennwert von rund 60 Milliarden Euro zu Kursen von durchschnittlich 78 Prozent des Nennwerts am Markt aufgekauft, um die Anleihen zu stützen. Mit einem Rückkauf der Anleihen von der EZB zum Kurs von 78 würde Griechenland seine Verschuldung um 13 Milliarden Euro reduzieren.

In einem zweiten Schritt soll Griechenland privaten Anlegern anbieten, Anleihen zu 75 Prozent des Nennwerts zurückzukaufen, was einem freiwilligen Forderungsverzicht von 25 Prozent entsprechen würde. In Finanzkreisen schätzt man, dass Griechenland damit Papiere im Nennwert von rund 30 Milliarden Euro zurückkaufen und seine Verschuldung um weitere 7,5 Milliarden drücken könnte.

Als Drittes wird Griechenland nach dem von To Vima publizierten Plan institutionelle und private Anleger, die rund 100 Milliarden in Schuldpapieren halten, darum bitten, einer Verlängerung der Laufzeiten der Papiere zuzustimmen. Die Fälligkeiten sollen um 15 bis 20 Jahre aufgeschoben werden. Mit dem Plan könnte Griechenland zwei Drittel der rund 330 Milliarden Euro hohen Staatsschulden umstrukturieren.

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