Erhöhung

Rentenplus fraglich

Wegen Corona droht im Westen Nullrunde.

Eine Rentenerhöhung wird es im kommenden Jahr voraussichtlich zumindest im Westen Deutschlands nicht geben. Dies ergebe sich aus den derzeit vorliegenden Daten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, Alexander Gunkel, am Donnerstag auf der Bundesvertreterversammlung der Rentenkasse. Lediglich in Ostdeutschland dürfte es aufgrund der Regeln für die bundesweite Angleichung des Rentenniveaus demnach eine Erhöhung um mindestens 0,7 Prozent geben.

Der Beitragssatz für die Rentenversicherung dürfte Gunkel zufolge aber auch 2021 konstant bei 18,6 Prozent bleiben. Lediglich die Nachhaltigkeitsrücklage werde infolge der Corona-Pandemie schneller abgebaut als zunächst vorausberechnet. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir auch die aktuelle Krise gut überstehen werden – nicht zuletzt wegen der hohen Rücklagen, die in den letzten Jahren aufgebaut wurden“, sagte Gunkel.

„Die Rentnerinnen und Rentner können sich in jedem Fall auch weiter darauf verlassen, ihre Renten pünktlich und verlässlich zu erhalten“, stellte Gunkel klar. Rentenkürzungen seien ohnehin gesetzlich ausgeschlossen. Allerdings seien für die Rentenkassen die Zeiten steigender Einnahmen wohl „vorerst vorbei“.

Nachdem die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung im März und vor allem im April dieses Jahres gesunken waren, habe es im Mai zwar wieder ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben. Dies sei allerdings auch auf Nachzahlungen von zuvor gestundeten Beiträgen zurückzuführen, sagte Gunkel. (afp)

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