Rente

Rentenanstieg überflügelt Preisanstieg

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Erneut höhere Altersbezüge im Juli.

Nach Angaben von Rentenpräsidentin Gundula Roßbach steigen die Renten in Deutschland seit Jahren deutlich stärker als die Preise. „Für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der Rentenversicherung ist es wichtig, dass sich die Renten automatisch im Einklang mit den Löhnen und Gehältern der Arbeitnehmer entwickeln“, sagte Roßbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Mit der Rentenanpassung in diesem Jahr erleben wir seit 2014 eine Steigerung der Renten im Westen von 15 Prozent und im Osten von 20 Prozent. Das übertrifft die Preissteigerung in diesem Zeitraum deutlich.“

Roßbach sagte, damit hätten die Rentner in Deutschland seit mehreren Jahren in Folge auch real deutlich mehr Geld zur Verfügung. „Dies ist nicht nur für die über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner eine erfreuliche Nachricht, sondern stärkt auch die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland“, so die Rentenpräsidentin weiter.

Zum 1. Juli steigen die Renten in Deutschland abermals deutlich an – in Westdeutschland um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent. Wer bislang eine Rente von 1000 Euro bezogen hat, die allein auf in Ostdeutschland geleisteten Beiträgen beruht, erhält nun 39,10 Euro mehr im Monat. Eine entsprechende Rente auf Grundlage ausschließlich im Westen gezahlter Beiträge steigt um 31,80 Euro. Allerdings müssen auch Rentner Sozialabgaben zahlen, unter anderem für die Krankenversicherung. Für die Pflegeversicherung zahlen sie sogar den vollen Beitragssatz.

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