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Rentenerhöhung hat ungewollte Auswirkungen: Wie Sie Ihre Steuern im Griff behalten

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Von: Fee Halberstadt

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Frühzeitig in den Ruhestand gehen - und trotzdem mehr Geld haben? Das geht.
Am lukrativsten ist die Kombination aus regulärer Rente und Job. (Symbolbild) © dpa / picture alliance / Marijan Murat

Manche Rentnerinnen und Rentner kommen durch die Rentenerhöhung über den Grundfreibetrag und müssen deswegen Steuern zahlen. So behalten Sie am meisten Geld.

Frankfurt – Von Jahr zu Jahr gibt es Änderungen im Rentensystem in Deutschland. Die neuste Änderung ist die Rentenerhöhung, die bei einigen für Freude sorgt. Für knapp 21 Millionen Menschen bedeutet das nämlich mehr Geld. Um genau zu sein: Seit Juli 2022 ist die Höhe der Rente im Westen um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent gestiegen, berichtet die Deutsche Rentenversicherung.

Diese Rentenerhöhung hat jedoch nicht nur Vorteile, denn manche kommen dadurch über den Grundfreibetrag hinaus und müssen so Steuern zahlen. Wer davon genau betroffen ist, ist individuell von der Bruttorente und den Abzügen abhängig. Allerdings hat sich nicht nur die Rente erhöht, der Grundfreibetrag ist ebenfalls angestiegen. Dieser liegt somit bei 10.347 Euro – 603 Euro mehr als 2021.

Pflegedienste, Handwerkarbeiten und Rentenberatung: Was Rentner:innen von der Steuer absetzen können

Bevor Steuern gezahlt werden müssen, gibt es gewisse Kosten, die abgezogen werden. Bei manchen führen diese Abzüge dazu, dass sie weiterhin unter dem Grundfreibetrag bleiben und somit keine Steuern zahlen müssen. Dazu gehört ein Fixpreis für sogenannte Werbungskosten genauso wie eine Sonderausgabenpauschale. Außerdem werden die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge vorher abgezogen, berichtet Stiftung Warentest.

Zusätzlich können Sie weitere Ausgaben von der Steuer absetzen. Dazu gehören einmal Kosten im Haushalt, wie Pflegedienste, aber auch Spenden. Insgesamt können hier bis zu 20.000 Euro jährlich anerkannt werden. Hinzu kommen bis zu 6000 Euro für Handwerkerarbeiten. Wichtig ist jedoch, dass per Überweisung bezahlt wird, da die Kosten sonst nicht anerkannt werden. Bei einer Spende an eine gemeinnützige Organisation reicht ein Buchungsbeleg. Dasselbe zählt für mild­tätige, kirchliche, religiöse oder wissenschaftliche Zwecke oder Mitglieds­beiträge für politische Parteien, die weniger als 300 Euro betragen.

Rente: Wie Rentner:innen Geld sparen und Steuern senken

Nicht zu vergessen sind zudem noch Pflege- und Krankheitskosten, bei denen Rentnerinnen und Rentner ebenfalls finanziell unterstützt werden. Ärztlich verordnete Arzneien, Hilfs­mittel und Therapien können steuerlich abgesetzt werden. Außerdem gibt es ab einem Behinderungsgrad von 20 Prozent einen Behindertenpausch­betrag, der die Steuern ebenfalls senkt.

Hinzu kommt, dass Ausgaben für beispielsweise das Einbauen eines Treppenlifts oder extra Rechnungen vom Pflege­dienst, für häusliche Intensiv- und Behand­lungs­pflege als außergewöhnliche Belastungen mit zumut­barem ­Eigen­anteil abgerechnet werden kann. Auch hier kann somit der zuzahlende Steuerbetrag gesenkt werden. (Fee Halberstadt)

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