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Rente: Warum sich Sonderzahlungen in diesem Jahr besonders lohnen

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Von: Lisa Mayerhofer

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Wer früher in Rente gehen möchte, kann in diesem Jahr drohende Abschläge besonders günstig mit Sonderzahlungen ausgleichen. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Berlin – Die Rente mit 63 ist sehr beliebt. Doch wer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchte, muss in der Regel Abschläge in Kauf nehmen – es sei denn, Betroffene gleichen die Abzüge durch Sonderzahlungen aus. Wer sich bis Jahresende für eine Sonderzahlung entscheidet, kann noch von günstigeren Konditionen profitieren. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung in Berlin hin.

Alle, die mindestens 50 Jahre alt sind und zum geplanten Renteneintritt mindestens 35 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können – Kinderbetreuungszeiten und Schulzeiten eingeschlossen. Auf Antrag berechnet der zuständige Rentenversicherungsträger, wie hoch die individuellen Abzüge bei einem früheren Renteneintritt wären und wie viel Geld man aufwenden müsste, um die Abzüge auszugleichen.

Warum lohnen sich Sonderzahlungen für die Rente in diesem Jahr besonders?

Weil in diesem Jahr die Rentenpunkte, nach denen sich die Sonderzahlungen richten, noch deutlich günstiger zu haben sind. Während man 2021 noch 7726,63 Euro für einen Punkt zahlen musste, kostet er 2022 nur noch 7235,59 Euro, also fast 500 Euro weniger. 2023 wird es aber wieder teurer: Dann steigt der Betrag um rund elf Prozent auf rund 8024 Euro, die Sonderzahlung verteuert sich entsprechend, berichtet merkur.de.

Ein älteres Paar sitzt auf einer Bank
Gelassen in die Zukunft blicken: Wer sich frühzeitig Gedanken um seine Altersvorsorge macht, kann unter Umständen viel Geld sparen. © Sebastian Gollnow/dpa

Kann eine Sonderzahlung in mehreren Raten beglichen werden?

Wer über eine Sonderzahlung nachdenkt, sollte sich daher noch in diesem Jahr mit der Rentenversicherung in Verbindung setzen und einen entsprechenden Antrag stellen. Bei einer Zahlung innerhalb von drei Monaten nach Erteilung der Auskunft gelten dann weiter die bei Antragstellung günstigeren Konditionen. Der Antrag und auch die erteilte Auskunft verpflichten nicht automatisch zur Zahlung.

Sonderzahlungen können in Form einer Einmalzahlung oder auch als Teilzahlungen überwiesen werden, heißt es von der Deutschen Rentenversicherung. Pro Jahr seien mehrere Zahlungen zulässig. Eine regelmäßige Ratenzahlung ist aber grundsätzlich nicht vorgesehen.

Verpflichtet eine Zahlung zu einem früheren Renteneintritt?

Wer Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen geleistet hat, ist nicht verpflichtet, tatsächlich eine vorgezogene Altersrente in Anspruch zu nehmen. Bei einem späteren Rentenbeginn erhöhen die geleisteten Zahlungen einfach die monatliche Rente. Eine Erstattung der Sonderzahlungen ist nicht möglich.

Weitere Informationen zu Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen stellt die Rentenversicherung in einem Fragen-Antworten-Katalog auf ihrer Internetseite zur Verfügung. Für Auskünfte kann man sich zudem an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rentenversicherung am kostenlosen Servicetelefon unter der Nummer 0800 1000 4800 wenden. (lma/dpa)

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