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Ein Großvater arbeitet mit seiner Enkelin im Garten. (Symbolbild)
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Besonders früh in Rente, um noch viel Zeit mit Kindern und Enkeln zu verbringen? In einigen Berufen ist eine frühere Rente durchaus lukrativ. (Symbolbild)

Altersvorsorge

Rente: In diesen Berufen ist ein früher Ruhestand ganz normal

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Die Mindestarbeitszeit für eine abschlagsfreie Rente wird in Deutschland weiter angehoben. In einigen Berufen ist ein vorzeitiger Ruhestand jedoch gut möglich.

Frankfurt - Früh in Rente gehen und noch möglichst viel vom Ruhestand haben? Das ist der Wunsch vieler Menschen in Deutschland. Doch die Frührente ist häufig nur mit schmerzhaften finanziellen Einbußen möglich. Die Bredouille für Beschäftigte ist dann meist groß. Viele fragen sich, ob nicht doch lieber noch einige Jahre länger gearbeitet werden sollte, um in der Rente anschließend einen größeren finanziellen Spielraum zu haben.

Aber das ist nicht in jedem Beruf der Fall. Einige sehen einen deutlich früheren Renteneintritt vor. Wir geben einen Überblick darüber, in welchen Jobs der Ruhestand mit 62, 52 und sogar schon mit 41 möglich ist.

Früh in Rente: Fluglots:innen haben besonders hohe Chancen

In der Flugsicherheit zu arbeiten ist für viele ein wahrer Knochenjob. Der Beruf von Fluglotsinnen und Fluglotsen wird als besonders fordernd und mental belastend angesehen – und das nicht ohne Grund. Neben dem viel beschworenen dreidimensionalen Denken hängt an diesem Berufsstand auch das Leben tausender Menschen.

Daher ist es für Fluglots:innen möglich, schon wesentlich früher in den Ruhestand zu gehen. In der Branche wird dies als sogenannte Übergangsversorgung bezeichnet. Aufgrund des sinkenden Flugaufkommens kam es hierzu Anfang 2021 sogar zu einer Absenkung der Altersgrenze. Nach einer Einigung der Deutschen Flugsicherung und der Gewerkschaft der Flugsicherung liegt die abschlagsfreie Grenze nun voerst bei 52 Jahren – zuvor waren es noch 55 Jahre. Bis zum tatsächlichen Renteneintritt erhalten diese dann bis zu 70 Prozent ihres letzten Gehalts.

Rente: Für viele Beamte ist die Pension deutlich früher möglich

Für Beamtinnen und Beamte im Polizeidienst ist ein Eintritt in den Ruhestand ebenfalls früher möglich. Mindestens fünf Jahre früher können diese in Rente gehen. Grund dafür ist, laut dem Bundesinnenministerium, die „besondere Belastung im Polizeidienst“.

Besondere Altersgrenzen liegen jedoch auch bei Beamt:innen im Feuerwehrdienst sowie bei Justizvollzugsbeamt:innen vor. Denn auch in diesen Berufsgruppen wird von einer „besonderen Belastung“ ausgegangen. Anspruch auf das sogenannte Ruhegehalt erhalten Beamtinnen und Beamten ab einer Dienstzeit von fünf Jahren. Den Höchstsatz erhalten sie jedoch erst ab einer Dienstzeit von wenigstens 40 Jahren in Vollzeit. Dann winken 71,75 Prozent des letzten Bruttogehalts, wie auf der Webseite des Innenministeriums nachzulesen ist.

Früher in Rente: Auch Soldatinnen und Soldaten haben Anspruch auf eine frühere Rente

Auch Beamt:innen bei der Bundeswehr haben einen früheren Anspruch auf den Ruhestand. Während die abschlagsfreie Grenze für die meisten Beamt:innen bis 2029 auf 67 angehoben werden soll, dürfen viele dieser Arbeitnehmer:innen dann auf eine Rente mit 62 hoffen.

Ruhegehalt von Berufssoldat:innen bei der Bundeswehr
Für jedes Jahr ruhegehaltsfähiger Dienstzeit1,79 Prozent der ruhegehaltsfähigen Bezüge
Höchstsatz40 Jahre / 71,75 Prozent
Berufssoldat:innen mit besonderer AltersgrenzeZuschlag von maximal 12,56 Prozent
Berufsoffizier_innen mit besonderer AltersgrenzeZuschlag von maximal 16,86 Prozent
Quelle: Bundeswehr.de

Besonders früh können Jet-Pilot:innen der Bundeswehr in den Ruhestand gehen. Bereits mit 41 Jahren ist hier Schluss. Doch die 40 vorgeschriebenen Dienstjahre sind dadurch für diese Berufsgruppe nicht zu erreichen. Deshalb erhalten diese als Berufsoffiziere einen Zuschlag von bis zu 16,9 Prozent auf ihren Ruhegehaltssatz. Grund dafür ist die enorme körperliche Belastung durch das Fliegen in den Bundeswehr-Jets. (slo)

Die finanzielle Kluft zwischen der gesetzlichen Rente und Beamtenpensionen in Deutschland ist groß. Linken-Fraktionschef Bartsch stellt eine finstere Prognose.

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