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Rentenlücke wird durch Inflation immer größer

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Menschen mit geringer Rente sind von der hohen Inflation besonders betroffen. Wird es für sie bald Entlastungen geben?

Frankfurt – Momentan wird alles teurer – nicht zuletzt wegen der steigenden Inflationsrate. Die liegt aktuell bei knapp acht Prozent und damit so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Zwar leiden wir alle unter den explodierenden Preisen, aber vor allem die Rentnerinnen und Rentner mit besonders geringen Renten haben damit zu kämpfen – trotz der kürzlich beschlossenen Rentenerhöhung.

Für Millionen von Menschen in Deutschland könnte die hohe Inflation die Rentenlücke vergrößern. Das geht aus einem Bericht des Berliner Tagesspiegels hervor. Die Grundlage liefert eine Altersvorsorge-Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die sich auf den Finanzbedarf im Rentenalter bezieht.

Inflation: Menschen mit geringer Rente treffen die steigenden Preise besonders hart

Das letzte Gehalt als Berufstätige:r entspricht häufig nicht dem Geld, das man als gesetzliche Rente bekommt. Die Differenz dazwischen wird allgemein als Renten- oder Vorsorgelücke bezeichnet. Durch die aktuell hohe Inflation wird diese Lücke weiter vergrößert. Das passiert, weil die Lebenshaltungskosten steigen und diese Steigerung bei Menschen, die sich in der Rentenlücke befinden, von dem als Altersvorsorge Gesparten aufgefangen werden muss. Mit ein paar Tipps ist es auch mit über 50 noch möglich, sich um seine Rente zu kümmern.

Eine alte Frau hält Münzen in der Hand.
Hohe Inflation: Rentner leiden besonders unter den steigenden Preisen. © Felix Kästle/dpa

„Die Inflation verschärft die Altersvorsorgesituation breiter Bevölkerungsteile“, sagte der Leiter der Studie, Oliver Ehrentraut, gegenüber dem Tagesspiegel. „Die Mehrausgaben gehen zulasten des Sparpotenzials und damit der Altersvorsorge.“ Den Ergebnissen der Studie zufolge, sind die Ausgaben für Konsumgüter in allen Haushalten seit April um 5,7 Prozent gestiegen – in der untersten Einkommensschicht seien es satte 7,8 Prozent gewesen.

Kleine Rente: Kühnert fordert Entlastungen wegen hoher Inflation

Angesichts der hohen Inflation fordert SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert nun Entlastungen für Menschen mit niedrigen Renten. Für Rentnerinnen und Rentner mit kleinen Altersrenten müsse im nächsten Schritt etwas dabei sein, sagte er nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Auch Beziehende der Erwerbsminderungsrente sollen entlastet werden.

Gefördert werden sollen Menschen, die zwar eine sehr geringe Rente erhalten, jedoch nicht gering genug, um Grundsicherung im Alter oder Wohngeldbezug zu bekommen: „Da gibt es viele in Deutschland“, sagte Kühnert. Man müsse nun zusammenrücken und gemeinsam durch diese Krise gehen. (Lea-Sophie Mollus)

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