Renteninformation

Die Renteninformation - wichtige Post von der Rentenversicherung

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Sie haben das 27. Lebensjahr vollendet und schon mindestens fünf Jahre gearbeitet? Dann bekommen Sie wahrscheinlich einmal jährlich Post von Ihrem Rentenversicherungsträger.

  • Renteninformation und Rentenauskunft gehen per Post zu
  • Beides sind wichtige Unterlagen
  • Bei Verlust gibt es Abhilfe

Seit einigen Jahren, genau genommen seit dem Jahr 2002, verschicken die Rentenversicherungsträger bereits einige Jahre vor dem voraussichtlichen Rentenbeginn aktuelle Renteninformationen an die Versicherten. Darin erhält der Versicherte Auskunft über die aktuellen Ansprüche auf die Rente. Genauer zumindest Anhaltspunkte dafür, den verlässlich sind die Zahlen keinesfalls. 

In der Auskunft wird zwischen einem vorgezogenen Beginn bei voller Erwerbsminderung und der Höhe der künftigen regulären Altersrente unterschieden, wenn die aktuellen Bedingungen sich nicht verändern würden. Also ohne Änderungen durch Gesetze oder Lohnänderungen.

Generell wird im Schreiben auf die Versorgungslücke hingewiesen: den aktuellen Nettolohn und der zu erwartenden niedrigeren Rente und des Kaufkraftverlustes durch die auch künftig zu erwartende Inflation.

Die „ausführliche Rentenauskunft“ kommt alle drei Jahre

Nach Vollendung des 55. Lebensjahres wird die Renteninformation alle drei Jahre durch eine „ausführliche Rentenauskunft“ ersetzt, aus der ebenfalls der Rentenbeginn für die verschiedenen Rentenarten, mit und ohne Abschläge für frühzeitigere Inanspruchnahme der Altersrenten, zu entnehmen ist.

Beides – Renteninformation und Rentenauskunft – sind wichtige Unterlagen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Schreiben archiviert werden sollten. Wer noch jung ist, verschwendet allerdings oft wenig Gedanken an die spätere Rente. Das Schreiben verschwindet dann schon mal, und Jahre später, wenn es gebraucht wird, ist es nicht mehr zu finden.

Geht es Ihnen auch so? Kein Problem. De Renteninformation kann jederzeit bei der Deutschen Rentenversicherung angefordert werden. Heutzutage geht das sogar verhältnismäßig problemlos über Internet. Lange Wartezeiten und komplizierte Formulare gehören der Vergangenheit an. Zwei Dinge müssen Sie allerdings zur Hand haben: Ihre Versichertennummer und Ihren zuständigen Versicherungsträger.

Die Versichertennummer finden Sie auf Ihrem Sozialversicherungsausweis, auf Ihrer Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung und auch auf jeder alten Renteninformation. Sie können Sie auch bei der Datenstelle der Rentenversicherung. Als Berufsanfänger ohne Sozialversicherungsausweis beantragen Sie die Nummer bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Im Normalfall wird das Ihr Arbeitgeber für Sie tun.

Versicherungsträger: Wer ist für wen zuständig?

Anfordern müssen Sie Ihre Renteninformation bei dem für Sie zuständigen Träger. Wer das ist? Das kommt darauf an, wann Sie zum ersten Mal Rentenbeiträge gezahlt haben. War es schon vor 2005? Dann gilt:

  • Angestellte: Deutsche Versicherung Bund (ehemals BfA)
  • Arbeitnehmer einer bestimmten Region: der entsprechende regionale Träger, ehemals die Landesversicherungsanstalten
  • Beschäftigte der Bahn sowie Berg- und Seeleute: Knappschaft-Bahn-See

Wer erst nach 2005 zum ersten Mal rentenversichert wurde, für den ist einer der 16 eigenständigen Träger zuständig, die im Bundesgebiet verteilt sind.

Bei welchem dieser 16 Träger Sie an der richtigen Adresse sind, steht zum Beispiel in einer alten Renteninformation. Oder Sie schauen auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung nach.

Renteninformation verloren? Kein Problem

Sie haben Ihre Versichertennummer und wissen, wer für Sie zuständig ist? Dann können Sie Ihre Renteninformation oder Rentenauskunft schriftlich anfordern. 

Das geht ganz einfach online, indem Sie auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung das Formular ausfüllen. Kreuzen Sie an, welche Informationen – Renteninformation bzw. Rentenauskunft oder Versicherungsverlauf – Sie haben möchten. 

Füllen Sie die Angaben zu Ihrer Person und die Versicherungsnummer aus und schicken Sie das Formular ab. Die angeforderten Auskünfte kommen per Post zu Ihnen nach Hause.

Die Renteninformation – ein wichtiges Schreiben

Es hat seinen Grund, warum Ihnen die Renteninformation jedes Jahr zugeschickt wird: Dem Staat ist daran gelegen, dass Sie Ihren Ruhestand rechtzeitig planen. In vielen Fällen reicht die gesetzliche Rente allein im Alter nicht aus. 

Womöglich sieht der auf Ihrer Renteninformation ausgewiesene Betrag auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus. Allerdings wird der ausgewiesene Betrag nicht die Summe sein, die Ihnen tatsächlich zur Verfügung steht. Abziehen muss man nämlich noch Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Steuern. Und da kommen einige hundert Euro pro Monat zusammen.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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