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Endlich ist er da, der Rentenbescheid.

Rente

Der Rentenbescheid ist da - das gilt es zu beachten

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Ist die Rente beantragt, kommt der Rentenbescheid. In dem steht alles Wichtige rund um die Rente, deshalb gilt es, ihn genau zu prüfen.

  • Im Rentenbescheid ist die Höhe der Rente festgelegt
  • Die Deutsche Rentenversicherung stellt den Bescheid aus
  • Der Rentenbescheid sollte sorgfältig geprüft werden

Der Weg zur Rente kann steinig sein. Aber irgendwann ist er bewältigt, und der Rentenbescheid ist da. Für gesetzlich Rentenversicherte ist die Deutsche Rentenversicherung der Ansprechpartner. Von der Deutschen Rentenversicherung bekommen diejenigen, die die Altersvorsorge beantragt haben, den entsprechenden Bescheid. Im Rentenbescheid wird verbindlich festgelegt, ob die beantragte Rente auch zugestanden wird. Deshalb gilt es, den Bescheid sorgfältig zu prüfen.

Der Rentenbescheid: Was steht drin?

Alle wichtigen Informationen sind auf der ersten Seite des Bescheids zusammengefasst:

  • Die Rentenart: Welche Rente wird zugestanden (Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente)
  • Die Rentenhöhe: Wieviel Rente wird monatlich ausgezahlt
  • Die Rentendauer: Für welchen Zeitraum wird Rente gezahlt
  • Die Rentengrundlage: Welche Zeiten werden bei der Berechnung berücksichtigt?
  • Die Versicherung: Wie ist der Empfänger nach Beendigung des Arbeitslebens kranken- bzw. pflegeversichert

Sollte der Antrag auf Rente abgelehnt werden, hat man übrigens vier Wochen Zeit, schriftlich Widerspruch einzulegen.

Der Rentenbescheid: Versicherungsverlauf prüfen!

Der Versicherungsverlauf ist im Rentenbescheid chronologisch aufgebaut. Alle bei der Rentenversicherung gespeicherten Daten zur Erwerbsbiografie sind enthalten und sollten sorgfältig geprüft und mit den Versicherungsbescheinigungen der jeweiligen Arbeitgebern abgeglichen werden. Bruttogehalt und Zeiträume lassen sich ggf. anhand der Lohn- und Gehaltsunterlagen überprüfen.

Der Rentenbescheid: Fehlzeiten checken

Falls Fehlzeiten angegeben sind, sollten diese genau verifiziert werden. Arbeitslosigkeit, Studium etc. zum Beispiel gehören zur sogenannten „rentenrechtlichen Zeit“. Darunter fallen auch beitragsfreie Zeiten wegen Schule und Studium und sogenannte „Berücksichtungszeiten“ wegen Kindererziehung oder Pflege eines Angehörigen.

Der Rentenbescheid: Was sind die häufigsten Fehler?

Ein häufiger Grund für Fehler im Rentenbescheid sind fehlende Informationen zum Versicherungsverlauf. Wenn der Rentenversicherung nicht alle Nachweise vorgelegen haben, kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Belege wie Zeugnisse, Versicherungskarten, Nachweise über Krankheitszeiten oder Phasen ohne Erwerbstätigkeit sollten umgehend ein- bzw nachgereicht werden.

Der Rentenbescheid: Wie legt man Widerspruch ein?

Wichtig ist es, wenn der Bescheid nicht korrekt sein sollte, die Frist für den Widerspruch einzuhalten. Innerhalb eines Monats nach Erhalt des Rentenbescheids kann schriftlich beim Rentenversicherungsträger Widerspruch eingelegt werden. Sollte die Frist schon verstrichen sein, kann auch zu jedem Zeitpunkt ein Überprüfungsantrag gestellt werden.

Bei Fragen zum Rentenbescheid helfen Beratungsstellen

Generell empfiehlt es sich, bei Fragen zum Rentenbescheid die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung zu kontaktieren. Die Deutsche Rentenversicherung berät unabhängig und kostenlos. Die Kontaktdaten sind auf der Informationsseite der Rentenversicherung zu finden. 

Im Allgemeinen aber gibt es bei der Rentenversicherung immer weniger Widersprüche gegen die Rentenbescheide. Im Jahr 2007 etwa wurden noch in rund 232.000 Fällen Widerspruch eingelegt, zehn Jahre später waren es nur noch rund 148.000 Fälle. Ein Rückgang von etwa 36 Prozent also.

Überhaupt war früher nicht alles zwangläufig besser. Seit März 2018 hat die Deutsche Rentenversicherung den Rentenbescheid deutlich vereinfacht. War der Rentenbescheid bislang häufig schwer verständlich und umfangreich, sollen nun kürzere Sätze und klare Worte für mehr Verständnis und Transparenz sorgen. Statt 18 Seiten und mehr umfasst der Basisbescheid nun nur noch zwölf Seiten - und die Anlagen wurden durch Erläuterungen ersetzt.

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