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Rente zu niedrig: Immer mehr Menschen ab 67 Jahren gehen arbeiten

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Von: Sonja Thomaser

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 Immer mehr Ältere in Deutschland gehen einer Beschäftigung nach. So waren im vergangenen Jahr 1,04 Millionen Beschäftigte 67 Jahre oder älter.
Immer mehr Ältere in Deutschland gehen einer Beschäftigung nach. So waren im vergangenen Jahr 1,04 Millionen Beschäftigte 67 Jahre oder älter. © Jan Woitas/dpa

Die Zahl der Berufstätigen über 67 Jahren ist 2021 auf über eine Million gestiegen. Der Grund liegt in den eindeutig zu niedrigen Renten, schlussfolgert die Linke.

Berlin – In Deutschland gehen immer mehr Menschen im Rentenalter arbeiten. Im vergangenen Jahr waren 1,05 Millionen Beschäftigte 67 Jahre oder älter. Davon waren 217.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt und 835.000 hatten einen Minijob. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die dem Evangelischen Pressedienst vorliegt.

Trotz Rente weiter arbeiten: Zahlen sind im vergangenen Jahren stark gestiegen

Die entsprechenden Zahlen sind demnach in den vergangenen Jahren stark gestiegen, wie aus den Angaben des Arbeitsministeriums hervorgeht, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland zunächst berichtete. Im Jahr 2010 waren es noch rund 685.000 Beschäftigte, die mindestens 67 Jahre alt waren. 2015 waren es knapp 792.000 und 2018 gut 968.000.

„Das ist eine traurige Entwicklung“, sagte der Linken-Abgeordnete Sören Pellmann. Die Zahlen seien „auch die Konsequenz eines Rentensystems, das den Lebensstandard der Bürger kaum noch sichert.“ Wenn immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten müssten, dann seien die Renten „eindeutig zu niedrig“. Trotz der Rentenerhöhung im Sommer werde dieses Problem aufgrund der stark steigenden Preise immer größer. (sot mit epd/AFP)

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