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Frührentner mit Nebenjob profitieren derzeit noch von einer Sonderregel - doch das ändert sich bald.

Sonderregel in Pandemie

Rente mit Nebenjob: Verstreicht eine Frist, droht Kürzung der Rente

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Rentner:innen, die vorzeitig in den Ruhestand gegangen sind und jetzt noch einen Nebenjob haben, droht bei Verpassen einer wichtigen Frist die Kürzung der Rente.

Frankfurt - Arbeiten trotz Rente? Das ist anno 2021 keineswegs eine Seltenheit. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Mal ist es die schlichte Lust auf Beschäftigung, mal fällt die Rente zu dünn aus. Allerdings gilt es dabei einige Regeln und vor allem Fristen zu beachten. Im schlimmsten Fall drohen sonst Abzüge der Rente.

Nebenjob in der Rente: Diese Regeln gelten

Insbesondere, wer in Frührente gehen möchte, sollte diese vorher richtig planen. Wichtig für Rentner:innen mit einem Nebenjob ist es vor allem zu wissen, was als Nebenverdienste gilt:

  • Lohn aus einem Angestelltenverhältnis
  • Einnahmen aus selbstständiger Arbeit oder einem Gewerbebetrieb

Die Höhe der Summe, die man im Ruhestand verdienen darf, hängt insbesondere vom Renteneintrittsalter ab. So gilt: Wer erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente geht, muss bei einem Nebenjob keine Abzüge befürchten. Geht man jedoch früher in Rente, darf laut des Flexi-Rentengesetzes seit 2017 bis zu 6300 Euro jährlich dazuverdienen. Alles, was darüber hinaus verdient wird, wird mit 40 Prozent von den Rentenbeiträgen abgezogen. Bis Corona kam.

Rente und Nebenjob: Corona-Sonderregel läuft aus

Denn im ersten Pandemiejahr wurde die Grenze für Frührentner von 6300 Euro auf satte 44.590 Euro angehoben. 2021 wurde diese Summe sogar nochmal auf 46.060 Euro erhöht. Der Grund: Die Bundesregierung wollte mit dieser Maßnahme dem gestiegenen Personalbedarf in bestimmten Berufen wie etwa der Pflege entgegenwirken.

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Nun ist es aber - Stand jetzt - so, dass diese Corona-Sonderregel 2022 ausläuft. Dann soll wieder die Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro gelten. Für Frührentner:innen bedeutet dies, dass sie ab dann bei einem Nebenverdienst über die 6300 Euro brutto pro Jahr hinaus wieder mit einer Kürzung der Bezüge rechnen müssen.

Müssen Frührentner mit Nebenjob in die Rentenversicherung einzahlen?

Eine Frage, die sich vielen Rentner:innen stellen ist, ob die Frührenten mit einem Nebenjob rentenversicherungspflichtig sind. Die Antwort: ja. Wer früher in Rente geht, zahlt weiterhin in die Rentenkasse ein. Dafür bekommt man aber auch mehr Geld aus der Rente, sobald die Regelaltersgrenze erreicht ist.

Seit 2012 wird diese Grenze stufenweise angepasst. Rentner:innen, die diese Grenze erreicht haben, müssen bei einem Nebenverdienst nicht mehr in die Rentenversicherung einzahlen. Für sie besteht jedoch die Möglichkeit, dies auf freiwilliger Basis zu tun, um die eigenen Bezüge zu erhöhen. Lediglich bei geringfügigen Beschäftigungen auf 450-Euro-Basis (Minijob) gilt eine Ausnahme. Der Eigenanteil kann hier in die Rente investiert werden oder eben auch nicht.

Corona-Sonderregel für Rentner mit Nebenjob: Diese Meldepflichten gelten

Hinzu kommen bestimmte Meldepflichten für Frührentner mit Nebenjob. Wer Nebenverdienste hat, muss das der Rentenversicherung melden, ebenso die voraussichtliche Höhe des zusätzlichen Einkommens. Im Folgejahr gibt es dann die sogenannte Spitzabrechnung. Heißt: Die Rentenversicherung will dann vom Frührentner:innen wissen, wie viel er tatsächlich verdient hat. Daher sollten Frührentner mit Nebenjob schon jetzt einberechnen, dass die Corona-Sonderregel 2022 ausläuft. (nc)

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