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Die Bevölkerung glaubt, dass die Beiträge zur Rentenversicherung steigen werden.

Rente

Die Rente ist sicher? Fast 80% sind anderer Meinung

Umfrage: Große Mehrheit zweifelt an der Zukunftsfähigkeit des Rentensystems - Bürger rechnen mit steigenden Beiträgen.

Eine große Mehrheit der Bürger zweifelt einer Umfrage zufolge an der Zukunftsfähigkeit des Rentensystems. 79 Prozent gaben an, sie hätten Zweifel daran, dass die Renten in Zukunft gesichert sind, wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) als Auftraggeber am Montag mitteilte. Lediglich 15 Prozent der Befragten äußerten hier keine Zweifel.

Viele Umfrageteilnehmer, die noch nicht von der Rente leben, erwarten finanzielle Schwierigkeiten im Alter: 53 Prozent gaben an, dass sie nur durch eine sparsame Lebensführung mit ihren finanziellen Ressourcen auskommen werden. Zwölf Prozent rechnen damit, dass ihre Alterseinkünfte nicht ausreichen können, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Lediglich 30 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass sie im Alter finanziell keine Sorgen haben werden.

Unterschiede zwischen Ost und West

Hier zeigen sich große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: Unter den Westdeutschen rechnet ein Drittel (33 Prozent) der Befragten damit, dass sie keine finanziellen Sorgen haben werden. Im Osten sagten dies lediglich 17 Prozent.

Eine große Mehrheit aller Befragten rechnet zugleich damit, dass die Beiträge zur Rentenversicherung steigen werden. 71 Prozent äußerten diese Ansicht; 34 Prozent gehen sogar von einem starken Anstieg aus.

In der Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach wurde auch die geplante Grundrente angesprochen, deren Ausgestaltung innerhalb der großen Koalition weiterhin stark umstritten ist. Die Mehrheit der Befragten (61 Prozent) vertrat die Meinung, dass diese Sozialleistung gut geeignet sei, um Altersarmut zu bekämpfen. Einen Verzicht auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte Bedürftigkeitsprüfung für mögliche Grundrentenbezieher, wie dies die SPD fordert, lehnen fast zwei Drittel (65 Prozent) ab.

Für die Untersuchung hatte das Allensbacher Institut von Ende Mai und Anfang Juni 1214 Menschen persönlich befragt. (afp)

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