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Ein Rentner macht Notizen während vor ihm ein Laptop auf dem Tisch steht
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Mehr Geld für die Rente: Die Bescheide für die Grundrente werden ab Juli 2021 verschickt. Wer hat Anspruch auf die Zulage? (Symbolbild)

Finanzen

Grundrente: Bescheide sollen im Juli kommen – Wer mit dem Renten-Zuschlag rechnen kann

  • Yannick Wenig
    vonYannick Wenig
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Ab Juli erhalten Senior:innen ihren Bescheid zur Grundrente. Mit wie viel Geld man bei der Zulage auf die Rente rechnen kann.

Frankfurt – Nach dem Inkrafttreten der Grundrente am 1. Januar 2021 erwarten viele Rentnerinnen und Rentner in Deutschland nun mehr Geld für ihre Rente. Noch ist die Grundrente bei den Senior:innen nicht angekommen. Allerdings werden ab Sommer die ersten Grundrentenbescheide verschickt. Aber wer hat überhaupt Anspruch auf den Grundrentenzuschlag? Und wie hoch fällt die Zulage bei Betroffenen überhaupt aus? Alles wichtige im Überblick.

Laut Schätzungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) um Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) haben von den insgesamt 21 Millionen Rentner:innen in Deutschland gut 1,3 Millionen Anspruch auf die Grundrente. „Rund 1,3 Mio. Rentnerinnen und Rentner werden von einem individuellen Zuschlag zu ihrer Rente profitieren - unabhängig davon, ob sie schon in Rente sind oder erst in Rente gehen werden“, heißt es auf der Seite des Bundesarbeitsministeriums.

Den Zuschlag vor der Rentenversicherung auf ihre Rente erhalten also jene Menschen, die lange Jahre gearbeitet, mit ihren Beiträgen in die Rentenversicherung eingezahlt, jedoch unterdurchschnittlich viel Geld verdient haben, erklärt die Deutsche Rentenversicherung.

Rente – Wer hat Anspruch auf die Zulage der Grundrente?

In Zahlen bedeutet das, dass „langjährig Versicherte mit einem durchschnittlich versicherten Einkommen von weniger als 80 Prozent des Durchschnittseinkommens“ einen Zuschlag zu ihrer Rente bekommen können. Um den Grundrentenzuschlag in voller Höhe zu erhalten, werden jedoch „mindestens 35 Jahre an sogenannten Grundrentenzeiten“ vorausgesetzt, gibt die Deutsche Rentenversicherung bekannt. In einem „Übergangsbereich“ starte die Grundrente allerdings schon dann, „wenn 33 Jahre Grundrentenzeit vorhanden sind“, heißt es weiter.

Dazu zählen unter anderem Zeiten, in denen Pflichtbeiträge aus Berufstätigkeit oder Selbstständigkeit gezahlt wurden sowie Zeiten für Kindererziehung und Pflege sowie Krankheit und Rehabilitation. Nicht aber solche, in denen beispielweise Arbeitslosengeld 1 oder Hartz 4 bezogen wurde. Laut Dr. Dirk von der Heide, Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund, wird „der Grundrentenzuschlag für alle Rentenarten gezahlt, also für Altersrenten, Renten an Hinterbliebene - also Witwen- und Witwerrenten, Waisenrenten und Erziehungsrenten- sowie Erwerbsminderungsrenten.“

Rente: Wie viel Geld erhalten Rentner:innen durch die Zulage der Grundrente?

Nicht jede Rentnerin oder jeder Rentner hat also auch einen Anspruch auf die Grundrente. „Die Grundrente ist keine eigenständige Leistung, sondern ein Plus zur bestehenden Rente. Sie wird zusammen mit der gesetzlichen Rente ausgezahlt. Die Höhe wird individuell bestimmt“, erklärt die Deutsche Rentenversicherung. Laut dpa-Informationen schätzt das Bundesarbeitsministerium den monatlichen Zuschlag für die Rente bei Betroffenen auf durchschnittlich 75 Euro.

Ab Juli 2021 werden die entsprechenden Rentenbescheide also verschickt. Dann sollen auch erste Betroffene das Geld aus der Grundrenten-Auszahlung erhalten. Neurentner:innen, deren Renteneintritt nach dem 31. Dezember 2020 erfolgte, erhalten in ihrem ersten Rentenbescheid gleich die Information, ob ein Anspruch auf die Grundrente besteht.

Rente: Wie erfahren Rentner:innen, ob sie Anspruch auf die Zulage der Grundrente haben?

Bei allen Rentner:innen, die ihren Rentenbescheid bereits zu einem früheren Zeitpunkt erhalten haben, wird der Zulagenanspruch separat geprüft. Diese Überprüfung erfolgt zunächst für die ältesten Jahrgänge, dann folgen schrittweise die nächstjüngeren.

„Die Deutsche Rentenversicherung prüft bis Ende 2022 automatisch etwa 26 Millionen Bestandsrenten und zahlt den Grundrentenzuschlag rückwirkend zum 1. Januar 2021 beziehungsweise zum individuellen Rentenbeginn aus“, heißt es auf der Seite des Bundesarbeitsministeriums. Laut Dr. Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung sorge die Einführung der Grundrente zu einem „erheblichen Verwaltungsaufwand“.

Grundrente: Im Rentenbescheid wird die Höhe der Zulage aufgeführt

Ergibt die Prüfung einen bestehenden Anspruch, erhalten die jeweils Betroffenen einen neuen Rentenbescheid, in dem ebenfalls die Höhe der Zulage aus der Grundrente aufgeführt wird. Beträge, auf die ab Januar 2021 ein Anspruch besteht, werden nachgezahlt. Senior:innen, die keinen Anspruch auf den Zuschlag haben, erhalten keinen Bescheid.

Wie erfahren Rentner:innen, ob sie Anspruch auf die Grundrente haben? (Symbolbild)

Ein Antrag muss nicht gestellt werden. Die Betroffenen selbst müssen nicht tätig werden. Die Prüfung durch die Rentenversicherung erfolgt genau wie die mögliche Auszahlung automatisch. „Sie müssen nichts unternehmen“, heißt es bei der Deutschen Rentenversicherung. (Yannick Wenig)

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