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Erhöhung der Rente – Was das für die Steuer bedeutet

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Von: Moritz Serif, Sophia Lother

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Mehr als drei Millionen pflegebedürftige Menschen werden zu Hause gepflegt – oftmals von Angehörigen. 
Die Renten steigen, was hat das für einen Einfluss auf die Besteuerung? (Symbolbild) © Abraham Gonzalez/Imago Images

Millionen Rentnerinnen und Rentner können sich auf mehr Geld freuen. Doch das kann Auswirkungen auf die Besteuerung der Rente haben.

Berlin – Gute Nachrichten für 21 Millionen Menschen in Rente: Sie dürfen sich ab dem 1. Juli 2022 auf mehr Geld freuen. Einen Haken hat die Sache jedoch. Die höhere Rente wird nicht bei allen Seniorinnen und Senioren gleichzeitig auf dem Konto eingehen, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte.

Doch die höhere Rente hat nicht nur Vorteile. Denn viele Seniorinnen und Senioren könnten dadurch steuerpflichtig werden. Ein Überblick.

Rentenerhöhung ab 1. Juli 2022: Mehr Geld für Senioren in Rente

Wie stark die Rente ansteigt, hängt davon ab, ob Sie in den neuen oder den alten Bundesländern wohnen:

Rentenerhöhung jährlich möglich: Doch das kann Änderungen bei der Besteuerung der Rente bedeuten

Doch wie wirkt sich die Rentenerhöhung konkret aus? Rentnerinnen und Rentner, die monatlich 1200 Euro verdienen, können mit einem Plus von 64,20 (Westdeutschland) oder 73,44 (im Osten Deutschlands) rechnen. Allerdings sollten sich viele Rentnerinnen und Rentner darauf einstellen, bald Post vom Finanzamt zu bekommen. Dahinter steckt die Besteuerung der Rente.

Abhängig vom Rentenbeginn werden die Renteneinkünfte versteuert. Laut Deutscher Rentenversicherung werden bei Renten, die 2005 oder früher angetreten wurden, 50 Prozent der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt. Dieser Prozentsatz steigt jährlich, sodass ab einem Rentenbeginn ab 2020 der Anteil folglich bei 80 Prozent liegt.

Rentenerhöhung und Steuer: Müssen Rentnerinnen und Rentner nun mehr zahlen?

Bei der Versteuerung der Rente spielt neben der zu besteuernden Bruttorente aber auch der Freibetrag eine Rolle. Dieser lag im Jahr 2021 bei 9.744 Euro. Doch mit der Rentenerhöhung ist auch dieser angestiegen und liegt nun bei 10.347 Euro. „Neben der Erhöhung der Renten und des Grundfreibetrags gibt es noch weitere Einflussfaktoren zu berücksichtigen, bevor eine tatsächliche Besteuerung eintritt. So gehen von der Bruttorente zum Beispiel noch die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherungen weg“, sagt Tobias Gerauer von der Lohnsteuerhilfe Bayern.

Mit einigen Tricks können Rentnerinnen und Rentner bei der Steuer noch zusätzlich sparen. Unterdessen fordern immer mehr SPD-Politiker eine Energiepauschale für Rentner. (mse/slo)

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