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Renter:innen in Deutschland steht offenbar eine Erhöhung ihrer Bezüge bevor. (Symbolbild)
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Renter:innen in Deutschland steht offenbar eine Erhöhung ihrer Bezüge bevor. (Symbolbild)

Altersvorsorge

Rentenerhöhung ab 2022 – Die Bundestagswahl könnte das verhindern

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Rentner:innen in Deutschland hoffen auf eine Erhöhung ihrer Bezüge im Jahr 2022. Sicher ist das allerdings noch nicht. Auch die Bundestagswahl 2021 könnte Einfluss nehmen.

Frankfurt/Berlin – Nach der Nullrunde im Corona-Jahr 2021 dürfen sich Senioren im kommenden Jahr offenbar über eine deutliche Erhöhung ihrer Rente freuen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung hervor. Aufgrund des Coronavirus waren die Bezüge nicht wie üblich gestiegen. Während in den alten Bundesländern der Betrag unverändert blieb, wurde die Rente in den neuen Bundesländern immerhin um 0,72 Prozent angehoben.

Nun stellt die Bundesregierung den Renter:innen für die kommenden zwei Jahre jeweils eine Erhöhung in Aussicht. Hintergrund ist die Aussetzung des Nachholfaktors, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Rentenanpassungsformel sorgt dafür, dass Rentenbezüge trotz geringerer Bruttolöhne nicht sinken dürfen, sondern künftige Erhöhungen so lange halbiert werden, bis die Differenz ausgeglichen ist.

Rente: Ausgesetzter Nachholfaktor macht Erhöhung 2022 möglich

Der damalige SPD-Sozialminister und heutige Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte diese Regelung 2008 eingeführt, allerdings ist diese 2018 im Zuge des Rentenreformpakets bis 2026 ausgesetzt. Das macht den Weg für die Rentenerhöhung in den kommenden beiden Jahren frei.

Ohne die Aussetzung würde es wohl keine Erhöhung der Rente 2022 geben. Die Gehälter der Deutschen sind während der Corona-Pandemie im Schnitt um 2,3 Prozent gesunken, wie aus den Berichten der Rentenversicherung hervorgeht. Weil davon auszugehen ist, dass nach der Pandemie die Löhne im Durchschnitt wieder steigen, dürften auch die Renten steigen.

Rentenerhöhung 2022 in Hessen um 4,8 Prozent möglich

Zum jetzigen Zeitpunkt würden die Altersbezüge zum 1. Juli 2022 für Rentner aus Westdeutschland um 4,8 Prozent, in Ostdeutschland sogar um 5,6 Prozent angehoben werden. 2023 werden den Senioren in den alten Bundesländern 3,15 Prozent, in den neuen Bundesländern 3,88 Prozent mehr Geld in Aussicht gestellt, wie aus dem Rentenversicherungsbericht hervorgeht.

Bestätigt hat das Bundesarbeitsministerium die genannten Erhöhungen für Rentner:innen in Hessen und Deutschland aber noch nicht, wie der Tagesspiegel berichtet. Zudem könnte die Bundestagswahl 2021 noch einen Strich durch diese Rechnung machen. Sollte der zurzeit ausgesetzte Nachholfaktor nach der Wahl wieder aktiviert werden, könne die Erhöhung 2022 halbiert werden. Wie viel Geld ab 1. Juli 2022 tatsächlich auf dem Konto der Pensionär:innen in Deutschland landet, steht laut Bundesarbeitsministerium erst im März 2022 fest. (Erik Scharf)

Erst kürzlich fällte der Bundesfinanzhof ein wegweisendes Urteil zur Doppelbesteuerung der Rente.

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