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Die Ausgestaltung der Rente könnte sich bald verändern.
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Die Ausgestaltung der Rente könnte sich bald verändern.

Altersvorsorge

Rente: Müssen die Menschen in Deutschland bald länger arbeiten gehen?

  • Moritz Serif
    vonMoritz Serif
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Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände liegen im Clinch. Thema der Diskussion ist ein höheres Eintrittsalter in die Rente.

  • Über die Rente ist eine Diskussion entstanden.
  • Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert ein höheres Renteneintrittsalter.
  • „Völlig inakzeptabel“ findet das der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Berlin - Wie sieht die Rente in Zukunft aus - und wann soll man in sie eintreten können? Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. So fordert Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger beispielsweise ein höheres Eintrittsalter. „In den kommenden Jahren wird die „Babyboomer“-Generation in Rente gehen und der Druck auf unsere sozialen Sicherungssysteme wird aufgrund dieses demografischen Wandels immer stärker werden“, sagte Dulger der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn die Lebenserwartung immer weitere ansteige, müsse man sich darauf einstellen, dass sich deshalb auch die Lebensarbeitszeit erhöhe. „Es gibt keine Alternative, als dass die Kosten aus der Alterung der Gesellschaft auf die Generationen verteilt werden – denn nur so kann das langfristige Vertrauen in die gesetzliche Rente erhalten werden“, erklärt der Arbeitgeberpräsident. Allerdings müsse gesetzlich festgelegt werden, dass die Sozialversicherungsbeiträge nicht über 40 Prozent ansteigen.

Rente: Arbeitgeberpräsident und Wirtschaftsweise fordern höhere Lebensarbeitszeit

Dulger meint damit, dass bei höheren Beiträgen den Arbeitnehmer:innen netto immer weniger von ihrem Lohn übrig bleibt. Monika Schmitzer, Mitglied des Rats der Wirtschaftsweisen, ist gleicher Meinung. „Da müssen wir rasch handeln, weil es leichter zu akzeptieren ist, wenn die Menschen wissen: Diese Verlängerung setzt erst in ein paar Jahren ein“, sagte sie. Beide Forderungen stoßen nicht nur auf Zustimmung. So lehnt der Deutsche Gewerkschaftsbund die Vorschläge gänzlich ab.

„Schon heute scheiden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus – und haben dabei erhebliche Rentenabschläge hinzunehmen“, erklärt Vorstandsmitglied Anja Piel. Das ginge auf Kosten von kranken und arbeitslosen Bürger:innen. Piel spielt darauf an, dass diese Menschen gar nicht so lange arbeiten können, um abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Wer aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht erwerbsfähig ist, kann nämlich nicht in die Versicherung einzahlen.

Rente: Deutscher Gewerkschaftsbund lehnt höhere Lebensarbeitszeit ab

Dann drohen besagte Kürzungen im Ruhestand, was für sie „völlig inakzeptabel“ sei. „Denn wer Sozialbeiträge nicht nur deckeln, sondern diese Deckelung gar im Grundgesetz festschreiben will, macht Kürzungen bei den Sozialleistungen zum Ziel des Sozialstaats“, sagte Anja Piel. Über den Streit hatten das „Handelsblatt“ und der „Spiegel“ berichtet.

Die Diskussion war aufgekommen, nachdem ein Entwurf zu einem Positionspapier des CDU-Bundesfachausschusses für „Soziale Sicherung und Arbeitswelt“ publik wurde. Darin wird vorgeschlagen, ab dem Jahr 2030 die Regelaltersgrenze auf eine Regelversicherungszeit umzustellen. Demnach könnte man erst nach 45 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. (Moritz Serif)

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