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247 Euro weniger im Monat: In diesen Bundesländern ist die Rente am geringsten

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Von: Andreas Apetz

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Die Höhe der Rente schwankt in Deutschland von Bundesland zu Bundesland
Die Höhe der Rente schwankt in Deutschland von Bundesland zu Bundesland. (Symbolfoto) © Lino Mirgeler/dpa

Bei der Rente gibt es große regionale Unterschiede. Dabei ist die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern in Westdeutschland besonders groß.

Berlin – In Deutschland unterscheiden sich die Rentenbezüge von Bundesland zu Bundesland erheblich. Die Altersrenten im Saarland sind durchschnittlich am höchsten. Nach 35 Versicherungsjahren erhalten Rentnerinnen und Rentner im Schnitt 1593 Euro brutto pro Monat. Das zeigt der am Donnerstag (27. Oktober) in Berlin veröffentlichte Rentenatlas 2022 der Deutschen Rentenversicherung. Die unterschiedlichen Höhen der Rente spiegeln dabei Schwankungen zwischen den Regionen, beispielsweise auf dem Jobmarkt, wider.

Regionale Rentenlücke: Diese Bundesländer schneiden am schlechtesten ab

Platz zwei der Rangliste nach Rentenhöhe nimmt Nordrhein-Westfalen mit 1564 Euro im Monat ein. Darauf folgen Hamburg mit 1531 Euro, Hessen (1524 Euro) und Baden-Württemberg (1521 Euro). Das eigens gezählte Ost-Berlin nimmt in diesem Ranking Platz sechs ein (1515 Euro). Dahinter: Rheinland-Pfalz (1492 Euro), Schleswig-Holstein (1483 Euro), Niedersachsen (1471 Euro), Bremen (1466 Euro) und Bayern (1458) Euro.

PlatzierungBundeslandDurchschn. Monatsrente
1.Saarland1593 Euro
2.Nordrhein-Westfalen1564 Euro
3.Hamburg1531 Euro
4.Hessen1524 Euro
5.Baden Württemberg1521 Euro
6.Ost-Berlin1515 Euro
7.Rheinland-Pfalz1492 Euro
8.Schleswig-Holstein1483 Euro
9.Niedersachsen1471 Euro
10.Bremen1466 Euro
11.Bayern1458 Euro
12.West-Berlin1426 Euro
13.Brandenburg1402 Euro
14.Sachsen1364 Euro
15.Mecklenburg-Vorpommern1363 Euro
16.Sachsen-Anhalt1353 Euro
17.Thüringen1346 Euro
Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Die durchschnittliche Rentenhöhe sieht auf den hinteren Plätzen wie folgt aus: West-Berlin (1426 Euro), Brandenburg (1402 Euro), Sachsen (1364 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (1363 Euro) und Sachsen-Anhalt (1353 Euro). Schlusslicht ist Thüringen. Dort fallen die monatlichen Bruttobezüge mit 1346 Euro im Schnitt um 247 Euro geringer aus als im Saarland.

Grund für die starken Unterschiede sind die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Arbeiten und Geldverdienen. Zu den vergleichsweise hohen Renten an der Saar sowie an Rhein und Ruhr stellt die Rentenversicherung fest: „Früher arbeiteten hier viele Männer in gut bezahlten Jobs im Bergbau und erhalten heute darauf vergleichsweise hohe Renten.“

Rente in Deutschland: Frauen erhalten weniger Geld

In allen Regionen kommen die Frauen im Schnitt auf weniger Rente als die Männer – doch die Unterschiede sind bei weitem nicht überall gleich groß. „Insgesamt fällt auf, dass die Differenz zwischen den Durchschnittsrenten für Männer und Frauen im Osten Deutschlands geringer ausfällt als im Westen“, heißt es im Rentenatlas. „Wichtigster Grund: Frauen im Osten waren weniger teilzeitbeschäftigt.“

Folglich kamen Frauen in der damaligen DDR beim Einkommen eher auf ein mit männlichen Kollegen vergleichbares Niveau. Bei der Rente erzielen Frauen in Nordrhein-Westfalen im Schnitt aktuell 510 Euro brutto weniger im Monat als Männer. In Sachsen beträgt dieser Unterschied nur 264 Euro.

Dauer des Rentenbezugs stagniert

Gestoppt ist vorerst ein Trend, der mit der allgemein steigenden Lebenserwartung über Jahre ungebrochen war – der des immer längeren Rentenbezugs. So lag die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs bei den Männern im vergangenen Jahr bei 18,5 Jahren – ebenso wie zwei Jahre zuvor bei der Vorgänger-Ausgabe des Rentenatlas. Frauen bekommen weiterhin im Schnitt über 22 Jahre Rente überwiesen. 2016 waren es noch 21,6 Jahre bei den Frauen und 17,6 Jahre bei den Männern.

„Neben dem Wegfall von Rentenarten, die schon vor der Regelaltersgrenze bezogen werden konnten, wirkt sich hier vor allem die Anhebung der Altersgrenzen auf den Rentenbeginn aus“, erläutert die Rentenversicherung. Zum Vergleich: 1971 bekamen Männer in Westdeutschland im Schnitt 10,5 Jahre Rente ausbezahlt. Frauen erhielten ihre Rente damals durchschnittlich 13 Jahre.

Rente: Eintrittsalter deutlich gestiegen

Das durchschnittliche Alter, in dem Renten erstmals in Anspruch genommen wurden ist gestiegen. Im Jahr 2000 gingen Frauen noch mit 62,3 und Männer mit 62,2 Jahren in Rente. Vergangenes Jahr war das Renteneintrittsalter im Schnitt deutlich älter. Frauen gingen erst mit 64,2 und Männer mit 64,1 Jahren in den Ruhestand. Laut der Rentenversicherung sei ein wesentlicher Grund, dass die Altersrente in der Vergangenheit bereits mit 60 in Anspruch genommen werden konnte, und zwar für Frauen sowie wegen Arbeitslosigkeit. Zudem steigt die Grenze für die Regelaltersrente bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre.

Auch heute ist es möglich in früher in den Ruhestand zu gehen. Wer die Frührente in Anspruch nimmt, muss jedoch mit Abzügen rechnen. (aa/dpa)

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