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Rente in Deutschland: Erwerbstätige gehen früher in den Ruhestand

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Von: Isabel Wetzel

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Ein Rentnerehepaar genießt den Sonnenschein auf einer Bank: Arbeitnehmende gehen in Deutschland früher in Rente.
Ein Rentnerehepaar genießt den Sonnenschein auf einer Bank: Arbeitnehmende gehen in Deutschland früher in Rente. © Frank May/dpa

Die Menschen in Deutschland gehen wieder früher in Rente – und kassieren trotzdem im Schnitt mehr Geld, als in den vergangenen Jahren.

Berlin – Arbeitnehmer sind 2021 im Durchschnitt früher und mit höheren Bezügen in Rente gegangen. Wie die Bild-Zeitung am Dienstag (24. Mai) unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung berichtete, gingen im vergangenen Jahr insgesamt 1,435 Millionen Beschäftigte in Rente.

Im Schnitt wechselten Männer demnach mit 64,05 Jahren in die Altersrente. Im Jahr 2020 lag ihr Renteneintrittsalter noch bei 64,07 Jahren. Frauen gingen mit 64,18 Jahren Rente – im Vorjahr lag das Durchschnittsalter noch bei 64,24. Trotzdem fielen die Altersgelder der Neurentner und -rentnerinnen 2021 durchschnittlich höher aus als in den vorangegangenen Jahren. Bei Erwerbsminderungsrenten bekamen Männer im Schnitt 956 Euro (2020: 914 Euro) netto und Frauen 882 Euro (851 Euro).

Trotz früher Rente: Neurentner:innen bekamen 2021 durchschnittlich mehr Geld

Bei der Altersrente lagen die Bezüge durchschnittlich bei 1204 Euro (2020: 1171) netto für Männer und 856 Euro (2020: 827) für Frauen. Die höchsten Durchschnittsrenten bekamen Senior:innen, die mit der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren („Rente mit 63“) aus dem Berufsleben ausschieden. Bei Männern lag der Rentenzahlbetrag nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen im Schnitt bei 1579 Euro und für Frauen bei 1235 Euro.

Entgegen dem aktuellen Trend planen Ökonomen in Deutschland die weitere Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre. So soll die Inflation bekämpft werden, die infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts 2022 auf einem Rekord-Hoch steht. (iwe/AFP)

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