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Rente mit 63 – Mit diesen Abzügen müssen Sie rechnen

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Von: Sandra Kathe

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Das Rentenalter in Deutschland wird stufenweise auf 67 erhöht. Wer dennoch früher in Rente gehen will, kann das nach wie vor – jedoch mit Abzügen.

Berlin – Wer schon mehr als 35 Jahre in die Rentenversicherung einzahlt und in einem bestimmten Zeitraum geboren wurde, darf in Deutschland auch bereits ab dem Alter von 63 regulär in Rente gehen. Doch die Rente ab 63 bringt je nach Eintrittsalter auch einige Abzüge mit sich.

So wird das Renteneintrittsalter in Deutschland seit 2012 stufenweise angepasst: Für alle, die ab 1947 geboren wurden, wird das Renteneintrittsalter bis 2023 um jährlich einen Monat angehoben. Ab 2024 steigt das Renteneintrittsalter dann für alle Jahrgänge ab 1959 um zwei Monate pro Jahr, wie die Deutsche Rentenversicherung auf ihrer Website erläutert. Für Versicherte ab Jahrgang 1964 tritt dann eine Regelaltersgrenze für die Rente von 67 Jahren in Kraft. Jahrgänge vor 1953 können unter Umständen noch abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente gehen.

Wer mit 63 in Rente gehen will, muss je nach seinem Jahrgang mit Abschlägen rechnen.
Wer mit 63 in Rente gehen will, muss je nach seinem Jahrgang mit Abschlägen rechnen. © Hodei Unzueta/Imago

Rente mit 63 oder Rente mit 67: Das gilt für langjährig und besonders langjährig Versicherte

Unterschieden wird dabei zwischen der Altersrente für langjährig Versicherte – also alle, die mindestens 35 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben – und besonders langjährig Versicherte mit über 45 Jahren Einzahldauer. Unter den langjährig Versicherten können alle aus den Jahrgängen 1949 bis 1963 laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung noch vor ihrem 67. Geburtstag ohne Abschläge in Rente gehen. Bei den besonders langjährig Versicherten, die generell eine höhere Rente beziehen, gibt es Abschläge bereits ab dem Jahrgang 1953.

Die Höhe der Abzüge berechnet sich nach den Monaten, die ein Versicherter oder eine Versicherte der Deutschen Rentenversicherung vorzeitig in Rente geht. Pro Monat, der zwischen Rentenbeginn und dem regulären Renteneintrittsalter liegt, werden 0,3 Prozentpunkte von der Rente abgezogen.

JahrgangAlter für abschlagsfreien Rentenbezug – nach 45 Jahren
195665 Jahre + 10 Monate
195765 Jahre + 11 Monate
195866 Jahre
195966 Jahre + 2 Monate
196066 Jahre + 4 Monate
196166 Jahre + 6 Monate
196266 Jahre + 8 Monate
196366 Jahre + 10 Monate
196467 Jahre

Rente ab 63 oder reguläres Rentenalter: Das dürfen Sie dazuverdienen

Zu den Zeiträumen für die Berechnung der Beitragszeit zählen alle Jahre, die man als Angestellte:r oder Selbstständige:r in die Deutsche Rentenversicherung einbezahlt hat. Dazu kommen Beiträge für Minijobs, Erziehungszeiten für Kinder bis zum 10. Lebensjahr, Zivil- oder Wehrdienst sowie Pflichtbeiträge und Anrechnungszeiten wegen des Bezugs von Sozialleistungen. Wer in den beiden Jahren vor Rentenbeginn Arbeitslosengeld bekommen hat, bekommt diese Jahre nur angerechnet, wenn die Arbeitslosigkeit auf einer Insolvenz oder vollständigen Betriebsaufgabe beruht.

Unabhängig vom Alter des Renteneintritts dürfen Rentner:innen in Deutschland neben ihrer Rente aber auch noch einen Betrag von 6300 Euro pro Kalenderjahr hinzuverdienen, ohne Abzüge bei der Rente zu riskieren. Für das Jahr 2022 gilt aufgrund der Corona-Pandemie eine erhöhte Verdienstgrenze für Rentner:innen in Höhe von 46.060 Euro. (ska)

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