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Rente: Privat vorsorgen fürs Alter – Was man unbedingt beachten sollte

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Von: Karolin Schäfer

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Im Alter reicht die Rente meist nicht aus, um seinen Lebensstandard zu halten. Dafür lässt sich privat vorsorgen.
Im Alter reicht die Rente meist nicht aus, um seinen Lebensstandard zu halten. Dafür lässt sich privat vorsorgen. © Michael Gstettenbauer/imago

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung sorgen immer mehr Verbraucher:innen auch privat vor. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Frankfurt – Ein Leben lang gearbeitet und trotzdem reicht die Rente im Ruhestand bei einigen kaum zum Leben. Um im Alter finanziell abgesichert zu sein, setzen viele daher auf eine private Altersvorsorge.

Auch die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt eine zusätzliche Altersvorsorge. „Wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, sollte sich eine private oder betriebliche Altersvorsorge aufbauen“, heißt es. Doch welche Möglichkeiten gibt es für Verbraucher:innen?

Staatlich geförderte Altersvorsorge:
Betriebliche Altersversorgung
Riester-Rente
Rürup-Rente (für Selbstständige)

Rente: Staat ermöglicht geförderte Altersvorsorge

Neben der gesetzlichen Ren­ten­ver­si­che­rung hat der Staat Möglichkeiten geschaffen, privat für den Ruhestand vorzusorgen. Das ist zum einen die betriebliche Altersvorsorge (bAV), zum anderen die Riester-Rente. Selbstständige können mit der staatlich geförderten Rürup-Rente vorsorgen.

Arbeitnehmer:innen haben grundsätzlich Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung, informierte die Deutsche Rentenversicherung. Das bedeutet, der Arbeitgeber muss einen Teil vom Bruttolohn für die betriebliche Altersversorgung verwenden. Die Beiträge zur Altersvorsorge können aber auch ganz oder teilweise vom Arbeitgeber übernommen werden.

Rente: So funktioniert die betriebliche Altersvorsorge

Dabei organisiert aber in erster Linie die Chefin oder der Chef die bAV. „Er wählt die Anlageform aus, kümmert sich um die Beitragszahlungen und ist der Vertragspartner für den ausgewählten Anbieter oder auch Finanzdienstleister“, so die Deutsche Rentenversicherung.

Wenn der Arbeitgeber die spätere Betriebsrente mit Firmengeld finanziert, erhält man diese später, ohne jemals etwas dafür gezahlt zu haben, berichtete Finanztip.de. Wer von seinem Bruttogehalt in die betriebliche Altersvorsorge zahlt, sollte allerdings aufpassen. Das lohne sich nur, wenn der Arbeitgeber selbst etwas dazugibt, hieß es weiter. Dadurch könnten aber sowohl Arbeitnehmende als auch der Arbeitgeber etwa 20 Prozent an Sozialabgaben sparen.

Das müssen Sie bei der Riester-Rente beachten

Bei der Riester-Rente gibt es verschiedene Arten von Verträgen. „Die Riesterförderung besteht aus zwei Teilen – der Grundzulage und den Kinderzulagen sowie eventuellen Steuerersparnissen durch Sonderausgabenabzug“, so die Verbraucherzentrale. Durch die Zulagen reduziert sich dann der Sparbeitrag, den man selbst zahlen muss. Das lohne sich laut Finanztip.de besonders für Geringverdienende mit mehreren Kindern oder gut verdienende Singles.

Diese heutzutage neu abzuschließen, würde sich allerdings nicht mehr lohnen, betonte die Verbraucherzentrale. Das liege vor allen daran, dass es in der Vergangenheit mehr Förderungen und deutlich höher garantierte Zinsen gab. Kritiker:innen bemängelt zudem die hohen Gebühren, die einige Versicherungsgesellschaften verlangen.

Die Rürup-Rente hingegen, auch Basisrente genannt, ist laut Deutscher Rentenversicherung besonders für gut verdienende Arbeitnehmer:innen und Selbstständige interessant. Dabei wird regelmäßig Geld an die Versicherungsgesellschaft gezahlt, um sich später eine Rente auszahlen zu lassen. Die Rentenbeiträge können als Vorsorgeaufwendungen bei der Steu­er­er­klä­rung abgesetzt werden. Steuern zahlen Verbraucher:innen dann erst auf die spätere Rente. Das dürfte sich für einige lohnen, denn der Steuersatz ist im Alter oft geringer, informierte Finanztip.de.

Rente: Diese Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge gibt es

Neben staatlich geförderten Modellen zur finanziellen Absicherung gibt es noch weitere Möglichkeiten für Verbraucher:innen. Das kann beispielsweise eine private Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung sein. Großartig Zinsen gibt es jedoch nicht mehr. Zudem kommen Sie im Notfall nicht an Ihr Geld. Kündigen sollte man die Verträge aber nicht, da man damit meist Geld verliert. Finanztip.de empfiehlt hier, das Geld im Vertrag zu lassen.

Derzeit lohne sich dem Finanzmagazin zufolge ohne staatliche Förderung nur noch eine Netto-Rentenversicherung mit Aktien-Indexfonds. Alternativ kann man sich auch selbst um seine Finanzen kümmern, beispielsweise in Form eines ETF-Sparplans. Sparer:innen können selbst entscheiden, wie viel Geld sie investieren wollen und im Notfall auf ihr Erspartes zurückgreifen. Auch mit kleinen Beiträgen können Verbrauchende vom Wachstum der Weltwirtschaft profitieren.

Rente: So schätzen Sie ihre Rentenlücke im Alter ab

Rentenexperte Christian Lange vom VZ Vermögenszentrum empfiehlt gegenüber Focus, sich vorab zu überlegen, mit welchen Ausgaben im Alter gerechnet werden muss. Diese sollten dann von den voraussichtlichen Einnahmen abgezogen werden. Dadurch könne man die Rentenlücke abschätzen, die man durch eine private Altersvorsorge decken muss.

Vergessen dürfe man dabei vor allem nicht die Inflation und die fälligen Steuerzahlungen. Denn die monatliche Rente muss versteuert werden. „Auf Sicht von ein paar Jahren macht die Inflation wenig aus. Aber auf Sicht von 20 oder 30 Jahren – so lange muss man ja rechnen im Alter – ist das schon ein ziemlicher Hammer“, sagte Lange gegenüber Focus.

Zu beachten ist außerdem, dass es bei der privaten Altersvorsorge immer auf persönliche Präferenzen, die finanzielle Situation und die eigene Risikobereitschaft ankommt. Daher sollten sich Verbraucher:innen vorab immer gründlich über die für sie passenden Vorsorgemöglichkeiten informieren. Profitieren können Rentner:innen zumindest schon mal von der Rentenerhöhung im Juli 2022. (kas)

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