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Renditen bei Lebensversicherungen sinken

Die Verbraucher müssen wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase auch 2011 bei Lebensversicherungen sinkende Renditen hinnehmen. ...

Köln/Berlin. Die Verbraucher müssen wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase auch 2011 bei Lebensversicherungen sinkende Renditen hinnehmen. Rund zwei Drittel der Versicherungsunternehmen senken ihre Überschussbeteiligung.

Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Übersicht der Kölner Rating-Agentur Assekurata hervor. Danach sinkt bei 42 von 65 privaten Lebensversicherungen in diesem Jahr die laufenden Verzinsung. Bei den übrigen Versicherern bleibt die Rendite gleich; lediglich bei einer, der Inter Lebensversicherung, steigt sie - von 3,5 auf 3,75 Prozent.

Die Abschläge bei den anderen betragen bis zu 0,4 Prozentpunkte. So senkt etwa die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung die Verzinsung von 4,5 auf 4,1 Prozent, die Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg von 3,8 auf 3,4 Prozent und die Volkswohl Bund Lebensversicherung von 4,75 auf 4,35 Prozent. Die Branche bezeichnete die Renditen gleichwohl als immer noch «attraktiv».

Der Garantiezins - die Mindestverzinsung der Kundenbeiträge nach Abzug aller Kosten - liegt momentan bei 2,25 Prozent und soll im Juli oder spätestens im Januar 2012 auf 2,0 oder 1,75 Prozent gesenkt werden. Die Kunden erhalten aber eine höhere Überschussbeteiligung, die die Unternehmen am Kapitalmarkt erwirtschaften. Diese Größe wird von den Versicherern jährlich neu festgelegt.

Da die Gesellschaften das meiste Geld in relativ sichere Anleihen stecken und das Zinsniveau seit einiger Zeit sehr niedrig ist, sind höhere Renditen schwierig zu erwirtschaften. Noch liegt die durchschnittliche Verzinsung knapp über 4 Prozent.

Die Rendite sei «vor dem Hintergrund der hohen Sicherheit der Lebensversicherung und im Vergleich mit anderen Produkten im aktuellen Kapitalmarktumfeld sehr attraktiv», sagte ein Sprecher des Versicherungsverbands GDV in Berlin. An dieser Einschätzung ändere sich auch für die kommenden Jahre nichts. (dpa)

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