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Innovationen

Rein in die Komfortzone

  • Marcel Schütz
    vonMarcel Schütz
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"Inkubatoren", die neue Entwicklungen fördern, sind in Firmen im angelsächsischen Raum weit verbreitet. Hierzulande könnte die Wirtschaft mehr für die Innovation tun.

Geht es um Zukunftsfragen der Wirtschaft, so ist eines der zentralen Themen von Politikern und Konzernchefs jenes der Innovation. Man spricht von Innovationsfähigkeit und von Wettbewerbsvorteilen durch Innovation. Man beschwört den Innovationsstandort Deutschland und hofft auf ein besseres Innovationsklima. Eine vitale StartUp-Szene wird gewünscht, auch außerhalb von Berlin, Hamburg oder München.

Nur, welche Konsequenzen folgen aus alledem? Es ist bekannt, dass Innovationen diffus beginnen. Von der Idee zum Produkt ist es ein langer Weg. Zwar werden Förderprogramme der öffentlichen Hand bereitgestellt, es gibt aber einige Zugangshürden. Manches Vorhaben wird beerdigt, bevor es in Gang kommt.

Öffentliche Gelder sind sicherlich ein wichtiges Instrument zur Förderung der Gründerkultur. Allerdings sind die Mittel begrenzt und können nicht zugleich mit dem nötigen Know-how bereitgestellt werden. Der Steuerzahler scheint mit Geldflüssen dort einzuspringen, wo die Wirtschaft solche Gelder nicht in genügendem Umfang aufbringen möchte.

Hier kommen die Konzerne des Landes ins Spiel. Warum wird nicht jede kapitale Aktiengesellschaft mit eigenen Förderprogrammen aktiv? Im angelsächsischen Raum sind diese als „Inkubatoren“ weiter verbreitet. Studierende und Absolventen entwickeln in solchen betrieblichen Brutkästen ihre Ideen auf Probe. In der geschützten Komfortzone einer klassisch-konservativen deutschen Konzerngesellschaft gibt es unzählige Optionen und Mittel fürs Experimentieren.

Und wenn es schief läuft? Auch dann können die Unternehmenstanker nur profitieren; von Gründern, die mehr Ausdauer und Mut mitgebracht haben, als viele eigene Mitarbeiter während ihrer Betriebszugehörigkeit. Und die Geförderten hätten inzwischen das Unternehmen kennengelernt und könnten als Jungmanager gleich im Haus verbleiben. Ist soviel Pragmatismus der finanzstarken Großkonzerne zu viel verlangt? Die Frage ist rhetorisch. Junge Innovationsprojekte bezahlt man dort aus der Portokasse.

Innovationen sind Ergebnisse wilden Austestens und Umplanens. Nützlich sind daher einladende Förderstrukturen mit niedrigen Hürden statt elitär anmutende Innovationsprozesse. Eine hoch selektive Innovationsförderung für wenige läuft Gefahr alles mögliche zu sein, aber eines nicht: freundlich gegenüber Innovationen.

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