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Regelmäßig autofreie Sonntage

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Von: Joachim Wille

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Warum nicht auf die Autobahn an einem autofreien Sonntag?
Warum nicht auf die Autobahn an einem autofreien Sonntag? © Boris Roessler/dpa

Ein breites Bündnis ruft zu einer schnelleren Energiewende auf. Zehntausende Menschen haben den Appell bereits unterschrieben.

Ein NGO-Bündnis hat angesichts des Ukraine-Krieges von der Bundesregierung deutlich mehr Tempo bei der Energie- und Verkehrswende gefordert. Am Mittwoch präsentierte es dazu vor dem Kanzleramt einen Appell mit dem Titel „Raus aus Putins Falle: Energiesouveränität jetzt!“. Die von der Ampel-Koalition bisher geplanten Maßnahmen reichten nicht aus, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden, lautet die Kritik.

In dem Appell heißt es: Putins völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen die Ukraine habe drastisch gezeigt, dass Deutschland „viel zu abhängig von Kohle, Öl und Gas aus den Händen von Despoten“ sei. Die Bundesregierung müsse den Energieverbrauch schneller drastisch reduzieren und bei Strom, Wärme und Verkehr auf erneuerbare Energien umsteigen. „Nur so erreichen wir Energiesouveränität, sichern den Frieden in Europa und retten das Klima.“

Initiiert wurde der Appell von den Verbänden BUND, Campact, Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Naturschutzbund und WWF. Er sei binnen kurzer Zeit bereits von rund 140 000 Menschen unterzeichnet worden, teilte das Bündnis mit.

Tempolimit von 100 auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen

In dem Aufruf wird unter anderem gefordert, bis zum Jahr 2030 rund 40 Prozent des Energieverbrauchs – gemessen am Basisjahr 2008 – einzusparen. Der Kohleausstieg solle bis Ende des Jahrzehnts abgeschlossen und die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbaren Strom 2035 erreicht sein. Für die Wärmewende sei ein Förderprogramm für mindestens eine Million effiziente Wärmepumpen, ein sofortiges Einbauverbot von Öl- und Gasheizungen und ein verbindlicher Plan für den Ausstieg aus fossilem Gas vor 2040 nötig.

Für den Verkehrssektor fordert der Appell ein generelles Tempolimit von 100 auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen und eine Regelgeschwindigkeit von 30 innerorts sowie regelmäßige autofreie Sonntage. Neuzulassung von Verbrennern dürfe es spätestens ab 2030 nicht mehr geben. Weitere Punkte: Stopp des Neubaus von Autobahnen und von Billigflügen.

Bereits am Montag hatte eine Untersuchung des Öko-Instituts im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität gezeigt, dass die Ampel-Pläne bisher nicht ausreichen, um das für 2030 beschlossene Klimaziel einer CO2-Minderung um 65 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. Auch darin wurden zusätzliche Maßnahmen wie mehr Energieeffizienz und ein Tempolimit gefordert.

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