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Der Generikahersteller ratiopharm bereitet angeblich seinen verkauf vor.

Merckle-Imperium

Ratiopharm bereitet Verkauf vor

Bei Ratiopharm laufen die Vorbereitungen für einen Verkauf des Unternehmens. Nach zähem Ringen hatte sich der Unternehmer Merckle mit 30 Gläubigerbanken auf ein Sanierungskonzept geeinigt.

Ulm. Beim Generikahersteller ratiopharm laufen nach einem Bericht der "Südwest Presse" in Ulm die Vorbereitungen für einen Verkauf des Unternehmens. Das Blatt beruft sich auf informierte Kreise.

Anteile der beiden anderen zum Firmenimperium des Milliardärs Adolf Merckle gehörenden Unternehmen HeidelbergCement und Pharmagroßhändler Phoenix könnten nach Informationen der Zeitung einem Treuhänder übergeben werden. Der Betriebsratsvorsitzende von ratiopharm, Odo Maxein, hält den Verkauf inzwischen für wahrscheinlich und "wohl nicht mehr zu vermeiden", schreibt das Blatt weiter. Eine Merckle-Sprecherin wollte sich am Samstag dazu nicht äußern und verwies auf die laufenden Formalien-Prüfungen.

Nach wochenlangem zähem Ringen hatte sich der Ulmer Unternehmer mit den mehr als 30 Gläubigerbanken vor Weihnachten auf Eckpunkte eines Sanierungskonzepts geeinigt. Damit dürfte nach wochenlangem zähen Ringen das weit verzweigte Firmengeflecht Merckles vorerst gerettet sein, eine Insolvenz seiner Vermögensverwaltung VEM ist zunächst vom Tisch. Der Milliardär war wegen der Finanzkrise und Aktienspekulationen in Finanznöte geraten.

Die Merckle-Sprecherin verwies darauf, dass der Unternehmer die Vereinbarung mit den Gläubigerbanken inzwischen unterzeichnet habe. Details der Vereinbarung und Inhalte würden aber erst Anfang des kommenden Jahres bekanntgegeben. Dem Vernehmen nach geht es um einen Überbrückungskredit. Der 74-Jährige muss als Gegenleistung für einen Überbrückungskredit voraussichtlich die Kontrolle über wichtige Teile seines Unternehmensgeflechts abgeben. Nach Medienberichten boten die Banken dem Unternehmer einen Überbrückungskredit bis Ende März an. (dpa)

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