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Putin-Vertrauter soll Millionen verschoben haben – Bankdurchsuchung in Frankfurt

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Von: Moritz Serif

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Gegen Alischer Usmanow, einen russischen Oligarchen, gibt es mehrere Verfahren. Kürzlich gab es auch eine Durchsuchung am Tegernsee.

Frankfurt – Wegen des Vorwurfs der Geldwäsche gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow haben Ermittler:innen am Dienstag (8. November) den Sitz einer Großbank in Frankfurt am Main durchsucht. Dabei werde nicht gegen die Bank oder Mitarbeiter des Instituts ermittelt, sagte ein Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP, ohne einen Namen zu nennen.

Es handelt sich demnach allerdings um denselben Beschuldigten, dessen Anwesen am Tegernsee und dessen Jacht im September durchsucht wurden. Kreise der Ermittlungsbehörden bestätigten, dass es sich bei dem tatverdächtigen russischen Staatsbürger um Usmanow handelt. Die Ermittler:innen erhoffen sich Erkenntnisse zu Transaktionen Usmanows, der Kunde der durchsuchten Bank gewesen sein soll.

Putin-Vertrauter Usmanow soll Millionenbetrag verschoben haben

Usmanow soll einen mehrstelligen Millionenbetrag verschoben und gegen EU-Sanktionen verstoßen haben. Er gilt als Vertrauter des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist unklar, Medienberichten zufolge soll er sich nach dem Beginn des russischen Angriffs nach Usbekistan abgesetzt haben. Davor lebte er lange unbehelligt in Bayern am Tegernsee. Seine Villa wurde im September durchsucht.

Alischer Usmanow
Der russische Oligarch Alischer Usmanow beim Kongress der Russischen Union der Industriellen und Unternehmer (RSPP) 2016 in Moskau. © Yuri Kochetkov/EPA/dpa

Etwa eine Woche später durchsuchten die Ermittler eine zuvor von Hamburg nach Bremen verlegte Jacht. Das Schiff soll laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks einen Wert von 500 Millionen Euro haben und zumindest bei der Fertigstellung die teuerste Jacht der Welt gewesen sein. Unter anderem gehört der größte Pool, der je auf einer Jacht verbaut wurde, zur Ausstattung des Schiffs.

Usmanow wollte laut Ermittlungen Herkunft von Geldern verschleiern

Die Razzien stehen im Zusammenhang mit zwei getrennt laufenden Verfahren in Frankfurt und München. Die Frankfurter Ermittler:innen nahmen ihr Verfahren nach der Veröffentlichung der sogenannten Panama-Papers auf. Usmanow soll demnach von 2017 bis dieses Jahr mehrere Transaktionen von Geld veranlasst haben, um dessen Herkunft zu verschleiern.

Bei den Transaktionen soll der Beschuldigte sein umfangreiches und komplexes Netzwerk an Unternehmen und Gesellschaften, überwiegend in sogenannten Offshorestaaten, genutzt haben. Es bestehe der Verdacht, dass das Geld aus Steuerhinterziehungen stammt. Das Volumen liege wohl im mehrstelligen Millionenbereich.

Staatsanwaltschaft ermittelt außerdem wegen weiterer Verstöße

Auch die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen Usmanow wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Usmanow soll auch nach Aufnahme auf die Sanktionsliste der Europäischen Union am 28. Februar seine Immobilien in Oberbayern von einer Sicherheitsfirma bewachen haben lassen.

Durch die Bezahlung dieser Bewachungsdienste habe er dem Verfügungsverbot über eingefrorene Gelder zuwider gehandelt. Vier weiteren Beschuldigten wird durch die Unterstützung der Bewachungsdienste Beihilfe zu dem Verstoß vorgeworfen. (mse/AFP)

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