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Putin-Paranoia? Kreml verbietet Angestellten plötzlich iPhones - „Wegwerfen oder verschenken“ 

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Von: Thomas Schmidtutz

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Apple iPhone Verkauf in Russland: Die Kreml-Verwaltung verbietet das beliebte Smartphone für alle Mitarbeiter im Zentrum der Macht.
Apple iPhone Verkauf in Russland: Die Kreml-Verwaltung verbietet das beliebte Smartphone für alle Mitarbeiter im Zentrum der Macht. © Imago/Evgeny Odinokov

Das iPhone gehört zu den beliebtesten Smartphones weltweit. In Russland ist das nicht anders. Doch Kreml-Mitarbeiter müssen sich jetzt nach Alternativen zu den beliebten Geräten umschauen.

Moskau – Kreml-Beschäftigte müssen sich auf harte Zeiten einstellen. Ab dem 1. April dürfen Mitarbeiter der russischen Präsidialverwaltung keine iPhones von Apple mehr benutzen. Das berichtet die Zeitung Kommersant am Montag unter Berufung auf Insider.

„Für das iPhone ist es vorbei: Entweder man wirft es weg oder man schenkt es den Kindern“, zitierte das Blatt den Teilnehmer eines internen Treffens der Präsidialverwaltung. Als Ersatz werde es Smartphones mit einem anderen Betriebssystem geben, schreibt die Zeitung. Zur Begründung verwiesen leitende Kreml-Beamte auf Sicherheitsbedenken. Das iPhone sei anfällig für westliche Geheimdienste, hieß es.  

Apple-Verbot im Kreml: Klare Ansage von oben

Dem Bericht zufolge habe der erste stellvertretende Leiter der Präsidialverwaltung, Sergej Kirijenko, die Beamten auf einem internen Seminar aufgefordert, ihre Telefone bis zum Montagsende auszutauschen. Zu den bekanntesten iPhone-Nutzern in Russland gehört Sergej Lawrow. Der russische Außenminister hatte im vergangenen November mit einem Foto Berichte einer dementiert, wonach für weltweites Aufsehen gesorgt

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Berichte über die Sicherheitsheitsstandards von Smartphones gegeben. Dabei schnitt das iPhone von Apple stets vergleichsweise gut ab. Erst im vergangenen Herbst hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dem Apple iPhone und dem iPad eine hohe Sicherheit bescheinigt. Das Betriebssystem sei auch für Verschluss-Sachen der Kategorie „Nur für den Dienstgebrauch“ (NfD) geeignet, hieß es. NfD ist die erste Sicherheitsstufe bei vertraulichen Informationen von Behörden. Führende Bundes-Politiker wie etwa Bundeskanzler Olaf Scholz haben spezielle Krypto-Smartphones, die besonders abhörsicher sein sollen. (utz)

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