Programm für Langzeitarbeitslose

Wieder in Arbeit

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Bisher gut 7000 Menschen profitieren von neuem Programm für Langzeitarbeitslose

Drei Monate nach dem Start des sogenannten „Sozialen Arbeitsmarkts“ haben mehrere tausend bisher Langzeitarbeitslose in diesem Rahmen einen neuen Job erhalten. „Nach unseren aktuellen Daten haben gut 7000 Personen inzwischen eine geförderte Beschäftigung angetreten. Bisher verdoppeln sich die Zahlen pro Monat, das ist aus unserer Sicht ein guter Anfang“, sagte Detlev Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das Jobprogramm war zu Jahresbeginn gestartet worden. Die große Koalition hatte dafür vier Milliarden Euro innerhalb der laufenden Legislaturperiode bereitgestellt. Ziel ist es, auf diese Weise rund 150 000 bisherige Langzeitarbeitslose in reguläre Beschäftigung zu bringen. Grundlage ist ein auf fünf Jahre angelegtes Kombilohn-Modell, begleitet von regelmäßigem Coaching.

Arbeitgeber, die über 25-Jährige einstellen, die mindestens sechs der vergangenen sieben Jahre Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig beschäftigt waren, erhalten vom Staat einen Zuschuss zum Gehalt des neuen Mitarbeiters. In den ersten beiden Jahren sind das 100 Prozent des Mindest- beziehungsweise des Tariflohns. Danach werden es jedes Jahr zehn Prozent weniger. Nach Zahlen der Bundesagentur haben bis Ende März 6226 Männer und Frauen aus dieser Zielgruppe einen geförderten Job angetreten.

Lohnkostenzuschüsse werden jedoch auch an Unternehmen gezahlt, wenn sie Arbeitslose einstellen, die mehr als zwei Jahre arbeitslos waren – und zwar für 24 Monate. Zunächst sind es 75 Prozent des regelmäßig gezahlten Lohns, im zweiten Jahr noch 50 Prozent. Auf diesem Weg sind nach BA-Angaben seit Jahresbeginn bundesweit 782 Langzeitarbeitslose in Beschäftigung gekommen.

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