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Produktion der Industrie bricht ein

Aber: Regierung sieht Trendwende in Sicht.

Der Einbruch der Produktion in der deutschen Industrie hat sich nochmals verschärft – doch nun könnte allmählich die Trendwende einsetzen. Der konjunkturelle Tiefpunkt sei erreicht, stellte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag fest. „Mit der schrittweisen Lockerung der Schutzmaßnahmen und der Wiederaufnahme der Produktion in der Automobilindustrie setzt nun die wirtschaftliche Erholung ein.“

Allerdings rechnen viele Unternehmen wegen der Corona-Krise auch in den kommenden drei Monaten mit einem Produktionsrückgang, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts ergab. Immerhin dürfte sich der Einbruch aber deutlich abschwächen. Im Mai sei der Ifo-Index zu den Produktionserwartungen auf minus 20,4 Punkte gestiegen nach minus 51,0 Punkten im April, teilte das Münchener Forschungsinstitut mit. Damit habe es im Mai den stärksten Zuwachs zum Vormonat seit der Wiedervereinigung gegeben. „Aber das bedeutet nur, dass der Sturzflug nun flacher wird“, erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Von März auf April sackte die Fertigung im produzierenden Gewerbe im Monatsvergleich um 17,9 Prozent ab, zum Vorjahresmonat betrug das Minus nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sogar 25,3 Prozent. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1991, teilte die Behörde mit. Von Februar auf März 2020 hatte sich die Produktion überarbeiteten Zahlen zufolge um 8,9 Prozent verringert. (dpa)

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