Nachhaltige Geldanlagen

Privatanleger mögen’s grün

  • Antje Mathez
    vonAntje Mathez
    schließen

Nachhaltige Investments in Deutschland erreichen einen neuen Rekordwert.

Das Jahr 2019 war das Jahr der „Fridays-for-Future“-Bewegung. Der Kampf gegen den Klimawandel mobilisierte die Massen und eroberte die Schlagzeilen. Und er hat ganz offensichtlich auch dazu geführt, dass hierzulande viele Menschen entschieden haben, ihr Erspartes statt in konventionelle Geldanlagen lieber in grüne Investments zu stecken.

„Privatanleger entdecken die nachhaltige Geldanlage“, meldete das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), Fachverband für grüne Investments in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, am Montag. Der Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Aufbruchstimmung: Innerhalb eines Jahres haben private Anleger, die im alljährlichen Marktbericht des FNG neben den institutionellen Anlegern bisher nur eine marginale Rolle gespielt hatten, ihre Investments in nachhaltige Geldanlagen fast verdoppelt: von 9,4 Milliarden auf 18,3 Milliarden Euro.

Insgesamt stieg das Volumen der nachhaltigen Geldanlagen um 23 Prozent auf 269,3 Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert in Deutschland. Berücksichtige man außerdem die Kapitalanlagen, für die Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene verankert sind, ergebe sich für 2019 eine Gesamtsumme von rund 1,64 Billionen Euro in verantwortliche Investments, so das FNG.

Verglichen mit dem Geldvermögen von mehr als 6300 Milliarden Euro, das allein die privaten Haushalte in Deutschland besitzen, ist das zwar noch immer ein nur sehr kleiner Teil. Doch Volker Weber ist zuversichtlich: „Für die kommenden Jahre erwarten wir einen weiteren Schub“, sagte der FNG-Chef am Montag. „Wenn die Kundenberater in Banken und Sparkassen als auch die freien Finanzvermittler ihre Kunden zukünftig nach ihrem Interesse an einer nachhaltigen Geldanlage fragen müssen, wird das Engagement dieser Anleger weiter steigen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare