Auszeichnung

Preis für ein E-Ladesystem aus Hessen

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Eine Firma aus dem hessischen Grünberg wird für seine Innovation als „Hessen-Champion“ geehrt. Auch ein Matratzen-Händler aus Frankfurt erhält den Preis.

Alle Welt redet vom Aufbau von E-Ladestationen für Autos. Doch nicht immer müssen dafür eigene Ladesäulen errichtet werden. Es gibt auch technische Lösungen, mit deren Hilfe „E-Autos an praktisch jeder Steckdose gefahrlos geladen werden“ können. „Anstatt also aufwendig eigene Ladesäulen aufstellen zu müssen, wird die Technologie in die bereits bestehende Infrastruktur integriert.“

Das hat die Jury des Firmenpreises „Hessen Champions“ der Firma Bender aus dem mittelhessischen Grünberg attestiert. Sie wurde dafür am Dienstag in Wiesbaden von der hessischen Landesregierung und der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VHU) ausgezeichnet.

Bei dem Ladesystem handele es sich „um eine ganze Gerätefamilie, deren einzelne Geräte – von der Ladesteckdose bis zum Elektrofahrzeug – kompakt, sicher, fernwartungsfähig und energiesparend sind“. Die Jury sprach von einer „innovativen Idee mit enormen Vorteilen für Verbraucher“, die einen Wegbereiter für den Wandel zur Mobilität der Zukunft darstelle.

Das weltweit agierende Familienunternehmen Bender beschäftigt den Angaben zufolge mehr als 800 Mitarbeiter. Die Firma entwickelt Mess- und Schutzsysteme für elektrische und elektronische Geräte. Sie werden vor allem in Bereichen eingesetzt, wo die Stromversorgung absolut sicher gewährleistet sein muss, damit niemand zu Schaden kommt und die Produktion nicht zum Stillstand kommt.

Den Innovationspreis der „Hessen-Champions“ teilt sich die Bender GmbH mit der Faubel-Gruppe aus Melsungen. Die habe sich auf Etiketten für Medikamenten-Packungen spezialisiert, die über ein digitales Display verfügten und „smart“ auf Veränderungen reagieren könnten. So ermögliche das Label „eine Rückverfolgbarkeit in Echtzeit, automatische Chargendokumentation sowie vereinfachte und verkürzte Aktualisierungen des Verfallsdatums, weil Update-Informationen direkt angezeigt werden können“, loben die Veranstalter der „Hessen Champions“. Für Faubel sind weltweit 260 Beschäftigte tätig. Auch eine Frankfurter Firma zählt in diesem Jahr zu den Preisträgern. „Emma – The Sleep Company“ vertreibt über das Internet Matratzen. Das Unternehmen wurde als „Jobmotor“ zum Champion gekürt. Die Zahl der Beschäftigten wachse um zehn bis 20 Personen pro Monat, teilten VHU und Landesregierung mit. Derzeit arbeiteten rund 300 Menschen aus mehr als 40 Nationen für Emma.

Der vierte Preisträger ist ein Unternehmen, das früher als Leitz Messtechnik bekannt wurde und nach wie vor unter dem Markennamen Leitz Produkte verkauft. Die Wetzlarer Firma arbeitet heute unter dem Namen des strategischen Investors Hexagon. Sie wurde als „Weltmarktführer“ geehrt für ein 3D-Koordinaten-Messgerät. Weltweit arbeite die Präzisions-, Automobil-, Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie zu 90 Prozent mit dem Hexagon-Produkt, so die Jury.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) lobte, die „Hessen-Champions“ bewältigten Herausforderungen „bei neuen Formen der Mobilität, bei der digitalen Transformation und bei der Schaffung von Arbeitsplätzen“.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war die genannte Zahl der Beschäftigten von Emma nicht aktuell. Wir haben den Fehler korrigiert.

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