1. Startseite
  2. Wirtschaft

Impact Festival: Plattform für Innovationen

Erstellt:

Von: Antje Mathez

Kommentare

Es herrscht eine lockere Start-up-Atmosphäre in der Halle.
Es herrscht eine lockere Start-up-Atmosphäre in der Halle. © Antje Mathez

In Offenbach findet das zweitägige Impact Festival statt. Es ist ein Ort der Begegnung vor allem für junge Unternehmen, die auf nachhaltige Erfindungen setzen.

Drinnen viel grün, viel Stahl, viel Holz. Draußen Sitzgelegenheiten und Stehtische aus Europaletten zwischen großen Kübelpflanzen. Die Locations heißen „Transformation Room“ oder „Impact Stage“, es gibt Bäume umsonst, aufblasbare Kühlzelte, mobile Biogasanlagen oder emissionsfreien Mobilfunk. Gespeist wird Falafel, Tabbouleh oder Pizza – natürlich vegan. Zu trinken gibt es vorzugsweise Wasser, idealerweise aus selbst mitgebrachten, nachfüllbaren Trinkflaschen und die mehr als 100 Rednerinnen und Redner auf den verschiedenen Bühnen duzen das Publikum. Totale Start-up-Atmosphäre.

Der Veranstaltungsort Fredenhagen an der Sprendlinger Landstraße in Offenbach mit seinen beiden Hallen „Alter Stahlbau“ und „Neuer Stahlbau“ scheint der ideale Treffpunkt für alle Unternehmen zu sein, die die grüne Transformation unserer Wirtschafts- und Lebensweise vorantreiben wollen. Denn das ist das erklärte Ziel des Impact Festivals, der Messe für nachhaltige Innovationen, bei der sich am Mittwoch und Donnerstag insgesamt 170 Firmen präsentierten, 130 vor Ort und 40 online.

Dabei waren nicht nur junge, aufstrebende Unternehmen, Green Tech Start-ups mit Namen wie „Resourcify“, „Senken“ oder „GoodCarbon“, sondern auch Schwergewichte wie die Deutsche Börse, die Commerzbank, der Maschinen- und Anlagenbauer Zühlke oder die Unternehmensberatung EY, die als Partner des Festivals dessen Umsetzung mit Geld oder praktischer Unterstützung ermöglicht haben. Eingeladen waren unter anderen auch der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber.

2500 Besucherinnen und Besucher

„Wir wollen hier vor allem nachhaltige Lösungen für Unternehmen anbieten, Investor:innen und Firmen zusammenbringen“, sagt Mara Steinbrenner, Teil eines zwölfköpfigen Teams bei Neosfer, der Innovationseinheit der Commerzbank, das die nach eigenen Angaben größte Präsenzveranstaltung und Plattform für nachhaltige Innovationen in Europa bereits zum zweiten Mal in Offenbach auf die Beine gestellt hat. „Wir müssen jetzt etwas für die nachhaltige Entwicklung tun. Wir können nicht warten, bis sich die Politik auf Regularien geeinigt hat“, sagt sie.

Die rund 2500 Besucherinnen und Besucher trafen auf eine bunte Mischung an Ausstellern, die in sieben Innovationsbereiche kategorisiert wurden. Da ging es unter anderem um saubere Technologien, Innovationen im Agrarbereich, die Mobilität der Zukunft und die smarte Stadt oder Ressourceneffizienz und die Alternativen zu bisherigen Prozessen und Produkten.

Das Unternehmen Noa etwa bietet kleine, nur mannshohe und damit sehr mobile Biogasanlagen an, die mit organischen Abfällen betrieben werden und Energie zum Kochen, für Warmwasser und Beleuchtung liefern können. Als Nebenprodukt, erklärt Mitgründer Mathias Rüsch, entstehe zudem ein organischer Flüssigdünger, der beim Biolandbau „das Nonplusultra“ sei. Aber auch digitale Lösungen wurden geboten, etwa eine Software, die vor allem mittelständische Unternehmen beim Nachhaltigkeitsmanagement in ihren Betrieben unterstützt und auf Knopfdruck einen Nachhaltigkeitsbericht ausspuckt.

Mit der zweitägigen Veranstaltung, die 2021 ihr Debüt unter Corona-Bedingungen gegeben hatte, soll es nach dem Willen der Organisator:innen aber nicht getan sein. Neben dem Festival fungiert das Projekt Impact Community, eine interaktive Slack-Community, als Plattform, auf der das ganze Jahr über mit anderen zusammengearbeitet, Erkenntnisse ausgetauscht und Herausforderungen diskutiert werden können – bis zum nächsten Festival 2023.

Auch interessant

Kommentare