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Plastikmüll erzeugt große Probleme.

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Der letzte Strohhalm – Wie verringern wir das weltweite Müllproblem?

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Die Meere voller Plastikmüll, die Luft voller Schadstoffe - und bis 2050 werden die Müllberge noch dramatisch anwachsen. Was tun? Das diskutieren wir im „Forum Entwicklung“ mit Expertinnen und Experten - und mit Ihnen.

Plastiktüten, Lebensmittelverpackungen, Elektroschrott: Weltweit belasten wachsende Mengen an Müll Mensch und Umwelt. Die Abfallströme ziehen sich rund um den Globus: Müll wird von einem Ende der Welt ans andere transportiert, gelangt über Flüsse in die Meere – die größte maritime Müllhalde soll inzwischen das Ausmaß Westeuropas angenommen haben.

Entwicklungs- und Schwellenländer sind von der Problematik besonders betroffen: Sie verfügen nur selten über eine formelle Infrastruktur, um Abfälle zu trennen und zu recyceln. Der Weltbank zufolge werden 90 Prozent des Mülls dort ungeordnet weggeworfen und verbrannt. Das gefährdet nicht nur die Gesundheit der Menschen und setzt Treibhausgase frei, es gehen auch wertvolle Ressourcen wie Metalle unwiederbringlich verloren. Verstärkt wird das Problem durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und die fortschreitende Industrialisierung vielerorts.

Gäste auf dem Podium beim „Forum Entwicklung“: Shary Reeves (TV-Moderatorin und Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt, oben links), Erich Groever (Umweltingenieur der NGO „One Earth - One Ocean“, oben rechts), Dr. Rüdiger Baunemann (Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Kunststoff-Erzeuger) und Ellen Gunsilius (GIZ-Expertin für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, untere Reihe).

Doch nicht nur Entwicklungs- und Schwellenländer haben ein Müllproblem. Auch Industriestaaten wie Deutschland sind von einer umfassenden Verwertungskette weit entfernt. Vor dem Hintergrund, dass die Weltbank bis 2050 von weltweit 70 Prozent mehr Müll als heute ausgeht, werden Lösungen dringend benötigt. Wie kann das globale Müllproblem verringert werden? Wo muss man ansetzen, um die Herausforderungen zu lösen? Welche Antworten und Projekte gibt es bereits – und wo besteht konkret Handlungsbedarf?

Darüber diskutieren am Dienstag, 16. April 2019, beim nächsten „Forum Entwicklung“ von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Frankfurter Saalbau Südbahnhof: Shary Reeves (TV-Moderatorin und Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt), Dr. Rüdiger Baunemann (Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Kunststoff-Erzeuger), Erich Groever (Umweltingenieur der NGO „One Earth - One Ocean“) und Ellen Gunsilius (GIZ-Expertin für Abfall- und Kreislaufwirtschaft). Auch die Besucher dürfen sich in die Debatte einschalten. Die Moderation übernimmt FR-Redakteur Tobias Schwab. Beginn: 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr). Der Eintritt ist frei.

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