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„Das war der letzte Lockdown“, hofft Wirt Stelios . öhl
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„Das war der letzte Lockdown“, hofft Wirt Stelios . öhl

Griechenland

Pfännchen nur draußen

  • vonGerd Höhler
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In Griechenland dürfen Restaurants wieder Gäste empfangen – doch für manche Gewerbetreibende kommt die Öffnung zu spät.

Kali orexi“, guten Appetit, wünscht Stelios, als er den griechischen Salat, die gegrillten Kalamarakia und die Patates serviert, die knusprigen Pommes frites. „Aperanto Galazio“, Unendliches Blau, heißt die Taverne am Strand von Varkiza, eine halbe Autostunde von Athen. Treffender könnte der Name nicht sein: Die Tische stehen im Sand, am Horizont fließen das Blau des Meeres und des Himmels ineinander. Blau sind auch die Holzstühle, die der Wirt Stelios in den vergangenen Wochen frisch gestrichen hat.

Sechs Personen pro Tisch

Das Wetter spielte mit: Am Montag stieg das Thermometer in Athen auf sommerliche 32 Grad. Zur Wiedereröffnung lässt es sich der Inhaber nicht nehmen, selbst zu servieren. „Ich hoffe, das war der letzte Lockdown“, sagt Stelios während einer kleinen Ruhepause unter einem der knorrigen Olivenbäume auf der Terrasse seiner Taverne.

Seit dem 7. November 2020 waren Restaurants, Cafés und Bars in Griechenland geschlossen. Jetzt ist der Andrang umso größer. Vor vielen Lokalen bildeten sich lange Schlangen. Der Montag war ein Feiertag, die Griechen begingen das orthodoxe Osterfest. Vorerst gelten aber Beschränkungen: Die Anzahl der Gäste, der Abstand der Tische und Stühle voneinander, die Öffnungszeiten – alles ist haarklein geregelt in einer vergangene Woche von der Regierung erlassenen Verordnung.

Die Lokale dürfen nur im Freien bewirten, maximal sechs Gäste pro Tisch sind erlaubt. Sie dürfen die vorgeschriebenen Masken nur zum Essen und Trinken absetzen. Auf jedem Tisch steht ein Spender mit Handgel, die Speisekarten müssen nach jedem Gebrauch desinfiziert werden. Die Beschäftigten müssen einmal in der Woche einen Covid-Selbsttest machen und das Ergebnis den Gesundheitsbehörden online melden.

Um kurz vor elf ist Schluss

Restaurants und Bars dürfen weder Live- noch Lautsprechermusik spielen. „Damit wollen wir vermeiden, dass die Menschen sich lautstark miteinander unterhalten müssen, denn das erhöht die Ansteckungsgefahr“, erklärt Athanassios Pentadaktylos, Vorsitzender der griechischen Ärztekammer und Mitglied in der Covid-Expertenkommission. Um 22.45 Uhr müssen die Lokale schließen, um 23 Uhr beginnt die Ausgangssperre.

Die Öffnung der Außengastronomie ist ein wichtiger Schritt zum Neustart in den Tourismus in Griechenland. Er ist für den 15. Mai vorgesehen. Aber für viele Wirte kommt das Ende des Lockdowns zu spät. Die Regierung hat zwar während der Zwangspause Staatshilfen von 1,9 Milliarden an die Gastwirte ausgezahlt. Dennoch schätzen Branchenexperten, dass von den rund 80 000 griechischen Gastronomiebetrieben etwa 10 000 die Pandemie wirtschaftlich nicht überstehen werden.

„Das war der letzte Lockdown“, hofft Wirt Stelios . öhl

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