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Girls Day

Online am Auto schrauben

  • Steffen Herrmann
    vonSteffen Herrmann
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Diesjähriger Girls Day gibt digitale Einblicke in die Arbeitswelt.

Zwei Frauen in einem Werk eines deutschen Autobauers. (Symbolbild vor Corona aufgenommen)

Im vergangenen Jahr war er pandemie-bedingt ausgefallen, dieses Jahr findet er statt: der Girls-Day. Tausende junge Mädchen haben am Donnerstag die Gelegenheit, technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Arbeitsplätze kennenzulernen. Rund 3400 Unternehmen und Institutionen werden ihre Türen für etwa 73 650 Mädchen öffnen, wie eine Sprecherin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit sagte, das den Aktionstag koordiniert. Wegen der Pandemie seien in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Niedersachsen und Bremerhaven allerdings alle Präsenz-Angebote abgesagt worden.

Als Ausgleich wird es eine digitale Veranstaltung mit Livestreams geben, unter anderem mit Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) und der Rapperin Liser. Junge Konstruktionsmechanikerinnen, Forscherinnen und Tischlerinnen berichten mit Videos aus ihrem Arbeitsalltag.

Insgesamt werden zwei Drittel aller Angebote digital sein. Der Software-Konzern Microsoft setzt auf einen rein virtuellen Einblick in die Arbeitswelt: 100 Mädchen bekommen dort die Möglichkeit, selbst zu coden, an interaktiven Workshops teilzunehmen und Mitarbeiterinnen Fragen zu stellen. Auch der Auto-Konzern Audi öffnet die Tore zu seinen Fabrikhallen nur virtuell. Mädchen könnten dort neun Berufe kennenlernen, teilte der Konzern mit, darunter Job-Klassiker wie die Mechatronikerin.

Klischees aufbrechen

Noch immer orientieren sich viele Mädchen und junge Frauen bei der Wahl von Ausbildung und Studium an traditionellen Rollenbildern. Der Aktionstag soll ihnen Einblicke in „bislang unbekannte Arbeitswelten“ ermöglichen, wie die Organisatoren schreiben. Weil auch viele Jungs unter Geschlechterklischees leiden, gibt es für sie ein ähnliches Angebot, den Boys Day. Seit 2011 können Jungs in Berufe schnuppern, von denen viele einst als typisch weiblich galten: Erzieher, Florist, Maskenbildner.

In 2019, dem Jahr vor der Pandemie, hatten insgesamt 130 000 Schülerinnen und Schüler an beiden Aktionstagen teilgenommen und Angebote von mehr als 17 500 Unternehmen und Institutionen genutzt. Für viele junge Menschen ist es derzeit nicht leicht, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Im vergangenen Jahr wurden knapp zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen.

Trotz Pandemie hatten die Organisatoren nach eigenen Angaben keine Schwierigkeiten, Unternehmen von der Teilnahme an den Aktionstagen zu überzeugen: „Wir haben das Gefühl, bei den Unternehmen einen Nerv getroffen zu haben“, sagte eine Sprecherin und verwies auf den „drohenden Fachkräftemangel“. Der Girls Day und Boys Day seien gute Möglichkeiten, einen ersten Kontakt zu Jugendlichen herzustellen.

Digitaler Girls Day: Livestream auf talentine.io/events/girls-day

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert / dpa

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