Konjunktur

Ohne Innovationen geht es nicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die Bundesbank prognostizieren ein robustes Wachstum, mahnen aber auch Versäumnisse der Wirtschaft an.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die Bundesbank sehen die deutsche Wirtschaft trotz globaler Handelskonflikte und eines unerwartet schwachen Starts in die zweite Jahreshälfte auf einem robusten Wachstumskurs. Altmaier sprach am Montag von einer voraussichtlichen Steigerung der Wirtschaftsleistung von rund zwei Prozent in diesem Jahr, wobei die genaue Zahl am Ende auch 0,1 Prozentpunkte höher oder tiefer liegen könnte. Für 2019 erwartet er eine Rekordbeschäftigung. „Wir werden im nächsten Jahr die Schallmauer von 45 Millionen Erwerbstätigen durchbrechen“. 

Die Bundesbank kam trotz einiger zuletzt schwächerer Daten zu dem Schluss: „Der Aufschwung in Deutschland dürfte nicht zuletzt aufgrund der anhaltend guten Binnenkonjunktur grundsätzlich intakt sein“. In ihrer Frühjahrsprognose war die Regierung von einem Wachstum von 2,3  Prozent für 2018 ausgegangen. Es könnte aber auch , wie aus Altmaiers Worten hervorgeht, nicht ganz erreicht werden. 

Ungeachtet dessen sprach der Minister von einer Erfolgsgeschichte in den letzten Jahren. Er warnte aber, es gebe keine Garantie, dass diese Entwicklung ohne Brüche weitergehe. Schon jetzt bremse der Mangel an Fachkräften die Investitionen der Unternehmen und damit das Wachstum. 

Hinzu komme, dass die deutsche Wirtschaft, gerade im mittelständischen Bereich, innovativer werden müsse. Insbesondere gelte das für die zentralen Zukunftsthemen Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Als Rolle des Staates sieht Altmaier vor allem die des Impulsgebers, gerade auch bei der Umsetzung neuer Technologien. „Es geht in Zukunft nicht nur um die Frage, wie wir Forschung organisieren, sondern: Wie bringen wir die PS auf die Straße“. Er mahnte die Wirtschaft mit Blick auf die deutsche Spitzenstellung im Automobilbau, sich in der Fertigung von Elektrobatterien und auf dem Felde künstliche Intelligenz zu engagieren. Tue sie das nicht, würden in der Zukunft große Teile der Wertschöpfung in der Autobranche und damit Arbeitsplätze in Länder außerhalb Europa abwandern.  (rtr)

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