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Loewe stellt Insolvenzantrag.

Wegen Verlust von 4,5 Millionen Euro

Bayerischer TV-Hersteller insolvent

Der bayerische Fernsehhersteller Loewe ist insolvent. Das hat das Unternehmen am Freitag mitgeteilt.

Kronach - Der TV-Hersteller Loewe aus dem oberfränkischen Kronach ist insolvent. Das hat das Unternehmen am Freitagnachmittag selbst mitgeteilt.

Wenige Jahre nach einer schweren Krise steckt der Fernsehhersteller Loewe erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen im oberfränkischen Kronach hat nach 2013 zum zweiten Mal ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, wie aus einer am Freitag an mehrere Medien verschickten Mitteilung hervorging.

Die Geschäfte laufen schlechter als erwartet: „Unser relevantes Marktsegment in der gehobenen Preisklasse ist im laufenden Quartal um 20 Prozent rückläufig“, erklärte Geschäftsführer Ralf Vogt. Das Unternehmen leide unter massiven Umsatzeinbrüchen. Die Löhne und Gehälter der gut 500 Beschäftigten seien in der Sanierungsphase gesichert, der Geschäftsbetrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.

TV-Hersteller Loewe will Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

Mit dem Insolvenzverfahren intensiviere man die Sanierung des Unternehmens in Eigenverwaltung, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir haben uns deshalb entschlossen, auf diesem Weg die weitere Sanierung von Loewe im Rahmen unseres Zukunftskonzeptes zu forcieren.“ 

Loewe-Insolvenz: Management wird von Sachwalter unterstützt

Eine Sanierung in Eigenverantwortung bedeutet in erster Linie ein Insolvenzverfahren, das von der Geschäftsführung anstelle eines Insolvenzverwalters geleitet wird. Das Management wird dabei von einem Sachwalter unterstützt, der vom Gericht gestellt wird. Dieser Sachwalter überwacht das Verfahren im Interesse der Gläubiger. Trotz der positiven Formulierung der Insolvenz im Rahmen eines „Zukunfstkonzepts“ befindet sich der TV-Hersteller Loewe in einer kritischen Situation.

nai/dpa

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